24. September 2022
Hamburg-Nord

Bezirksamt Hamburg-Nord veröffentlicht CO2-Bilanz

klimaschutz soll in der Behörde praktisch umgesetzt werden – Einsparungen Teil des Hamburger Klimaplans

Boelz

Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz Foto: Grüne HH-Nord

HAMBURG-NORD Der Bezirk Nord kann auch schnell sein: Das Bezirksamt verschaffte sich mit der CO2-Bilanz als eine der ersten Hamburger Verwaltungen einen Überblick darüber, in welchen Bereichen wie viel Treibhausgase entstehen.

Kohlendioxid wird nicht nur in natürlichen Prozessen freigesetzt. Auch die Industrie trägt einen großen Teil dazu bei. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich der Ausstoß an CO2 vervierfacht. Das macht sich besonders in der Umwelt bemerkbar. Die CO2-Bilanz stellt die Basis für ein regelmäßiges CO2-Monitoring dar, um Erfolge im Zeitverlauf zu messen und zu überprüfen. Sie wurde im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Bezirk Hamburg-Nord berechnet.

Klimafreundliches Arbeiten

Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist es, den Bezirk Hamburg-Nord klimafreundlicher zu gestalten. Schon im Winter dieses Jahres soll das fertige Klimaschutzkonzept für Hamburg-Nord stehen, daran arbeitet ein Klima-Team des Bezirks mit sechs Leuten.

„Um klimafreundlicher zu werden, müssen wir wissen, wie viel CO2 wir ausstoßen“, sagt Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz. „Viele Unternehmen erstellen bereits eine jährliche CO2-Bilanz – aber auch die staatlichen Institutionen müssen dazu beitragen, die Emissionen zu verringern.“ Die Ergebnisse der CO2-Bilanz sollen genutzt werden, um Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln, Emissionen einzusparen und noch klimafreundlicher werden zu können.

Stellschrauben sind zum Beispiel das Pendeln der Mitarbeiter zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, das bestenfalls mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen sollte. Heizen? Ein wichtiger Faktor in der CO2 -Bilanz. Und dann nutzt das Bezirksamt ausschließlich Ökostrom – vorbildlich. Auch die Liegenschaften haben die Klimaschützer im Blick: Das Fassadengrün für das Haus der Jugend Barmbek ist schon eingeplant, auch eine Wärmepumpe bekommt der Jugendclub.

Veränderungen für besseren Klimaschutz

Klimaschutzleiterin Solveig Schröder erklärt: „Wir möchten Klimaschutz von der abstrakten Zielsetzung in die praktische Umsetzung bringen. Mit dem CO2-Fußabdruck unseres Bezirksamtes können wir direkt sehen, wie unser Handeln – also zum Beispiel wie viel wir Drucken, wie wir zur Arbeit kommen und wie wir lüften – die Emissionen prägt und an welche Stellen wir mit Maßnahmen ansetzen können.“

Die Einsparungen zum Klimaschutz auf Bezirksebene fließen in den Hamburger Klimaplan ein. Das große Ziel: Die CO2-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu senken – und 2050 soll Hamburg klimaneutral sein und damit die Emissionen um mindestens 95 Prozent reduziert haben.

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