11. Juni 2021
Dulsberg

Auf dem Weg zum Bundesstützpunkt

Senatorin besucht Judo-Leistungszentrum

Professor Dr. Rainer Ganschow, Präsident des Hamburger Judo-Verbandes, zeigte der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank das Landesleistungszentrum im Sportpark Dulsberg Foto: lzi

Professor Dr. Rainer Ganschow, Präsident des Hamburger Judo-Verbandes, zeigte der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank das Landesleistungszentrum im Sportpark Dulsberg Foto: lzi

DULSBERG Der Hamburger Judo-Verband (HJV) hat auf dem Weg zum Bundesstützpunkt eine prominente Förderin gewonnen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) war beim Besuch im Sportpark Dulsberg begeistert von der Arbeit der Judoka im Landesleistungszentrum.

Fegebank sowie die Grünen-Bezirkspolitiker Oliver Schweim und Oliver Camp waren vor allem gekommen, um zu sehen, was mit Fördermitteln aus den Bezirken Wandsbek, Nord und Eimsbüttel geschehen war. Insgesamt 12.500 Euro flossen an den HJV. Dazu kamen 5000 Euro von der Otto-Stiftung sowie 2500 Euro an Eigenmitteln. Wurfpuppen, Fitnessgeräte, Medizinbälle – insgesamt 20.000 Euro standen zur Verfügung.

Die Zweite Bürgermeisterin nutzte den Besuch im Sportpark, um sich Übungen mit den Wurfpuppen vorführen zu lassen. „Eine solche Unterstützung ist nicht selbstverständlich“, sagte HJV-Präsident Professor Dr. Rainer Ganschow zu der finanziellen Förderung. Er betonte, dass die Infrastruktur dank des 2019 in direkter Nachbarschaft vom Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein eröffneten Landesleistungszentrums inzwischen optimal sei und die Judokas mit der Halle im Sportpark Dulsberg über eine der modernsten Trainingsstätten in Deutschland verfügen.

Auch die Leistungen sind erstklassig. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften, Einzelmedaillen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen – die Hamburger Athleten räumten in den vergangenen Jahren ab und machten die Hansestadt zur Judo-Hochburg. Obwohl die Leistungen auch im bundesweiten Vergleich herausragend sind, ist Hamburg nur ein Regionalstützpunkt.

Der HJV hofft aber darauf, möglichst zügig zum Bundesstützpunkt zu werden. „Wir brauchen mehr hauptamtliche Mitarbeiter“, erklärte Ganschow. Derzeit werde der Stützpunkt fast ausschließlich vom Ehrenamt getragen. Da die Zweite Bürgermeisterin die Motivation aller Beteiligten lobte, dürften die Judokas jedenfalls eine prominente Befürworterin im Kampf um die Anerkennung als Bundesstützpunkt gewonnen haben.

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