28. August 2021
Barmbek

Willkommen im Bücherparadies

Die Rückkehr der „BuchDruckKunst“ ins Museum der Arbeit

„Leseparadies“ von Rainer Ehrt Foto: BuchDruckKunst

„Leseparadies“ von Rainer Ehrt (Ausschnitt) Foto: BuchDruckKunst

BARMBEK Vor einem Jahr musste die „BuchDruckKunst“ – wie so viele andere Veranstaltungen – leider wegen Corona ausfallen. Dennoch lassen wir sich die Ausstellungsmacher und Künstler von Corona „nicht zum Affen“ machen und nehmen mit einer guten Prise Optimismus einen neuen Anlauf.
Für bildende Künstler entfielen mit Pandemie-Beginn auf einen Schlag Ausstellungen, Messen und Kursusangebote, die für viele eine nicht unwichtige Verdienstquelle neben der freiberuflichen Tätigkeit bedeuten. Andererseits nehmen gerade Künstler prekäre Lebenslagen für ihre Ideen und Projekte in Kauf, Corona wäre dann eine weitere Durststrecke unter vielen. Das Herunterfahren von sozialen Aktivitäten hat bei manchen die Konzentration auf das Wesentliche, auf neue Projekte und Vorhaben gefördert. Vielleicht hat es aber – in letzter Konsequenz – bedeutet, von bisherigen Lebensmodellen Abschied zu nehmen.

Nun wird wieder durchgestartet: Das von Rainer Ehrt gestaltete „Bücherparadies“ strahlt die passende Zuversicht aus – Adam & Eva haben vom Baum der Erkenntnis genascht und können es auch weiterhin nicht lassen. Selbst die Schlange kann da nicht widerstehen … Der Hase schaut währenddessen zu uns, aufmerksam und entspannt zugleich, stets bereit, neue Haken zu schlagen. Als Symbol für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und Auferstehung hockt er auf den ersten Blick nur am Rande des Geschehens, hat aber eine weitaus größere Bedeutung.

Außer vielen vertrauten Gesichtern sind einige Akteure zum ersten Mal mit dabei: „Objekte der Begierde“ mit Anne Deuter und Marianne Nagel, Gerhild Ebel mit ausgeklügelten Buchobjekten, Arsentij Pawlow mit figurativen Zeichnungen und Lithografien, Louise Heymans und Katie Oberwelland, die gemeinsam ein Atelier in Altona betreiben. Catharina Sonn-Kareen und Nathan Kareen stellen „Nightcloudpaper“ aus Italien vor und schöpfen vor den Augen des Publikums feinstes Büttenpapier. Besondere Gäste sind die „Redfoxpress“ aus Irland und „Despalles Éditions“ aus Paris/Mainz.
Die Ehrenamtlichen des Grafischen Gewerbes zeigen die Hohe Schule der Schwarzen Kunst in den Disziplinen Hand- und Maschinensatz, Radierung, Lithografie und Buchdruck. Ein besonderer Höhepunkt wird dabei die Vorführung der historischen Holzletternfräse sein.

Fr, 24. September 17–22 Uhr, Sa, 25. September 10–18 Uhr, So, 26. September 10–17 Uhr, Museum der Arbeit Wiesendamm 3
Eintritt 9/12 Euro – mit Messe-Magazin (102 Seiten) T 428 13 30

„Leseparadies“ von Rainer EhrtFoto: BuchDruckKunst

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