24. März 2022
Barmbek

Widerstand der Jugend gegen Hitler

Film über die Helmuth-Hübener-Gruppe

Ein Stolperstein erinnert vor dem Haus Sachsenstraße 42 in Hammerbrook an Helmuth Hübener Fotos: privat

BARMBEK Nach ihm ist eine große Barmbeker Schule benannt, doch nur wenige wissen, was es mit Helmuth Hübener auf sich hat. Dass sich das jetzt ändern wird, ist dem Einsatz vieler unterschiedlicher Menschen zu verdanken, die zwei Jahre lang gemeinsam an einer großen Sache gearbeitet haben.

Sie haben Fotos, Dokumente und Literatur gesichtet und Interviews geführt. Sie haben die Originalschauplätze, Gedenk- und Haftorte, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen aufgesucht und filmisch dokumentiert. Jetzt kommt das Filmprojekt „Vier gegen Hitler – auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe“ im Magazin Filmkunsttheater zur Aufführung. Es erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe „Helmuth-Hübener“, die in der Nazizeit ausländische Radiosender abhörte und selbst geschriebene Flugblätter verteilte, die das Unrecht der Naziherrschaft anprangerten.

Helmuth Hübener wurde im Februar 1942 am Ausbildungsplatz in der Sozialbehörde denunziert. Im Oktober 1942 wurde er mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen. Anders als in der Nachkriegszeit wird heute an zahlreichen Orten die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten, zum Beispiel in Form von Straßen- und Schulbenennungen, Ausstellungen, Gedenktafeln, Stolperstein-Aktionen.

Der 90-minütige Film von Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann dokumentiert die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Helmuth-Hübener-Gruppe, zugleich zeigt er das vielfältige Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen, darunter Schüler/-innen und Lehrer/-innen der Stadtteilschule Helmuth-Hübener und des Margaretha-Rothe-Gymnasiums, Mitarbeitende von Kultureinrichtungen,  Gedenkstätten  und Geschichtswerkstätten, des Medienpädagogik-Zentrum Hamburg e.V., der VVN-BdA Hamburg (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e.V.), Künstler/innen und Musiker/-innen und viele weitere.

So, 27. März, 15 Uhr und Di, 5. April, 18 Uhr, 7,50/9 Euro, Fiefstücken 8a
www.magazinfilmkust.de

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