30. April 2022
Barmbek

Teilweise das eigene Leben riskiert

Rolle der Frauen im Widerstand gegen die Nazis

Das Hamburg-Wappen zu Zeiten der NazisFoto: Wikipedia

BARMBEK Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde größtenteils nur an männliche Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus erinnert. Doch auch Frauen waren maßgeblich am Widerstand gegen das Regime beteiligt.

Durch Nichtanpassung, gesellschaftliche Verweigerung, individuellen Protest, Abhören von Feindsendern, Herstellung und Verbreitung von illegalen Zeitungen und Flugblättern, Unterstützung der Angehörigen von Verfolgten durch Geldsammlungen, Hilfe bei der Flucht ins Exil, Sabotageaktionen und der Fundamentierung einer Versorgungsinfrastruktur waren sie aktiv.

In einer Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Barmbek im Nationalsozialismus“ werden Nicole Schneider und Michael Grill von der Geschichtswerkstatt Barmbek einige Beispiele der weiblichen Seite des Barmbeker Widerstands vorstellen. Sie rücken die Lebenswege und Schicksale von Frauen in den Fokus, die sich nicht mit der NS-Herrschaft arrangierten. Sie riskierten ihr Leben, um ihre Mitmenschen zu schützen und ihnen über den wahren Charakter des Nationalsozialismus die Augen zu öffnen.

Mi, 11. Mai, 19 Uhr, Bücherhalle Barmbek, Poppenhusenstraße 12, Anmeldung empfohlen unter T 291 591, Eintritt frei

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