1. Juli 2020
Barmbek

Schluss mit den gesetzlosen Zeiten

Knöllchen-Alarm im Leistikow-Quartier

Stadtteilpolizistin Anette Kieckbusch und Polizeihauptkommissar Rolf Zcernikow Foto: tel

BARMBEK/UHLENHORST (Vogel-)Wild parken, ohne ein Knöllchen zu riskieren: Dieser Zustand herrschte offensichtlich über Jahre im neuen „Leistikow-Quartier“. Aber die Bau- und „Frei parken“-Zeiten sind jetzt vorbei.

Denn das Viertel südöstlich der Oberaltenallee, zwischen Richardstraße und Finkenau, bislang Privatgelände, wurde jetzt mit den Straßen Dorothea-Bernstein-Weg, Leo-Leistikow-Allee Martha-Muchow-Weg, Emily-Ruete-Platz und Frieda-Wieking-Stieg laut „Amtlichem Anzeiger“ öffentlich gewidmet. „Damit gilt dort jetzt auch die Straßenverkehrsordnung“, erklärt Rolf Zcernikow, Sachgebietsleiter Verkehr beim Polizeikommissariat 31 (Oberaltenallee).

Auch auf Initiative von Rüdiger Wendt, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender der Bezirksversammlung Nord, gab es vor dem Ernstfall noch eine Schonfrist für die Autofahrer: „Wer schaut schon in den ,Amtlichen Anzeiger?‘“ Und so machte sich Stadtteilpolizistin Anette Kieckbusch (37 Jahre bei der Polizei) in den vergangenen Tagen auf, die Anwohner „vorzuwarnen“.

Knöllchen-Kandidaten gibt es im Quartier offensichtlich eine Menge: Querparken, wo nur Längsparken erlaubt ist (Bußgeld: 10 Euro), auf dem Gehweg parken (55 Euro), Gehwegparken mit Behinderung (70 Euro) oder gar unerlaubt auf dem Schwerbehindertenparkplatz stehen (da ist die Gefahr, abgeschleppt zu werden). Im neuen Quartier gibt es zwar auch einige Tiefgaragen. „Aber der ein oder andere bleibt lieber an der Straße stehen“, bemerkt die Stadtteilpolizistin. Die Anwohner müssen sich nun schnell umstellen, denn das PK 31 liegt um die Ecke und hat auch noch Verstärkung durch Angestellte bekommen.

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