10. Juli 2021
Barmbek

Mehr Charme für den Louis-Braille-Platz

Umbau des Areals ist beschlossene Sache

So sieht das Areal aktuell aus – hier ein Zebrastreifen am Holsteinischen Kamp, der noch den Louis-Braille-Platz trennt Foto: Reiffert/Grüne

BARMBEK Der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auf Antrag von Grünen und SPD Anregungen für den kompletten Umbau des Louis-Braille-Platzes in Barmbek beschlossen.

Der Louis-Braille-Platz ist unter seinem Namen weder bei Google Maps zu finden, noch ist der Name den Menschen in Barmbek-Süd geläufig. Der Holsteinische Kamp trennt den kleinen Bahnhofsvorplatz von der Ladenzeile neben einem Parkplatz und der Rampe zur Hamburger Meile (Rönnhaidbrücke). Umgeben ist der Platz von kleinen Geschäften, aber die Aufenthaltsqualität ist nach Ansicht der Antragsteller bisher eher gering.

„Um die Attraktivität zu steigern, muss die Fläche als öffentlicher Platz – wieder – hergestellt werden“, sagen Daniela Dalhoff (Grüne) und SPD-Mann Rüdiger Wendt. Der Holsteinische Kamp soll nach dem Vorschlag künftig an der Kreuzung Holsteinischer Weg enden. Damit könne der Louis-Braille-Platz völlig neu und als Einheit geplant werden. So könnten Flächen für eine ansprechende Außengastronomie von Café und Imbiss geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die Anwohner/-innen des angrenzenden Wohnviertels weiterhin eine gute Anbindung an die Hamburger Straße haben – egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto.

Im Oktober 2018 hatte die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen angekündigt,
13 Plätze in Hamburg zu überarbeiten. Dafür steht ein Budget von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Im Bezirk Hamburg-Nord ist unter anderem der Louis-Braille-Platz an der U-Bahn-Station Hamburger Straße ausgewählt worden. Louis Braille (1809–1952) war ein französischer Blindenlehrer, ein Pionier der Blindenbetreuung und Erfinder des nach ihm benannten Punktschriftsystems für Blinde, der Brailleschrift oder kurz Braille.

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