13. November 2021
Barmbek

„Fuhle-Planung“ macht Fortschritte

U3 Neuer Vorplatz und Haltestellen-Überdachung

Interessanter Vorschlag: Durch die Zurücksetzung des Haltestellenzugangs entsteht an der „Fuhle“ ein neuer Vorplatz Animation: Hochbahn-Architekten

BARMBEK Auf einer Videokonferenz hat die Hamburger Hochbahn kürzlich online einen Zwischenbericht über die Planungen einer U-Bahnhaltestelle an der Fuhlsbüttler Straße gegeben und gleichzeitig erneut Fragen und Wünsche zu dem Projekt gesammelt. An der Veranstaltung beteiligten sich 50 interessierte Bürger/-innen und gaben 40 Fragen und Anregungen zu Protokoll.

Wie mehrfach berichtet, plant die Hochbahn auf der Linie U3 (gelbe Linie) zwischen den bestehenden Haltestellen Habichtstraße und U/S Barmbek eine neue Haltestelle zu errichten.

Erste Überraschung: Die Hochbahn-Architekten schlagen vor, den Zugang zur neuen Station, der westlich der Fuhlsbüttler Straße liegen wird, mit einem Vorplatz aufzuwerten. Das wird erreicht, indem man den Zugang um einige Meter von der Straße zurück versetzt.

Zweite Überraschung: Die beiden Seitenbahnsteige sollen vollständig überdacht werden – super für die künftigen Fahrgäste. Geklärt ist, dass die Haltestelle nicht direkt über der Straße gebaut wird. Projektleiter Volker Schmidt: „Die Brücke mit ihren Fundamenten ist erst im Jahre 2003 errichtet worden, hält also bestimmt noch 50 Jahre. Eine statische Prüfung ergab jedoch, dass man keinesfalls noch zwei Seitenbahnsteige an der Brücke verankern könnte. Es wäre Geldverschwendung, die Brücke durch einen Neubau zu ersetzen.“

Noch nicht entschieden ist, ob es einen zweiten Zugang zur neuen Haltestelle geben wird, der sich verkehrlich natürlich empfiehlt, weil dadurch noch mehr Anwohner im unmittelbaren Einzugsgebiet liegen würden. Dieser könnte etwa in Höhe Vollmersweg gebaut werden und mittels eines Bahndamm-Durchstichs die Quartiere nördlich der Genslerstraße und südlich des Hardorffsweg anschließen und durch einen neuen Fußweg besser miteinander verbinden. Anwohner müssen sich auf den Wegfall einiger Parkplätze im Hardorffsweg und die Fällung von Bäumen am Bahndamm gefasst machen. Näheres war dazu noch nicht zu erfahren.

Und so geht es weiter: Mitte des kommenden Jahres sollen die Entwurfsplanung und eine Kostenschätzung vorliegen.

An einen positiven Beschluss der Bürgerschaft schlösse sich die Genehmigungsphase an, so dass
ab 2027 der Bau der Haltestelle und die gleichzeitige Sanierung der Rübenkamp-Hochbrücke in Richtung Barmbek starten könnte.

Kalkuliert ist eine Bauzeit von rund zwei Jahren. „Es wird auf jeden Fall einige Streckensperrungen auf der U3 geben“, kündigte Projektleiter Schmidt an.

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