13. März 2021
Barmbek

Die Welle rollt durch das Quartier

Gruppe junger Leute will den Zusammenhalt stärken

Zusammen

Jakob gehört zu einer Gruppe junger Barmbekerinnen und Barmbeker, die sich aktiv für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen – und damit vor der eigenen Haustür beginnen Foto: Busse

BARMBEK „Die Lage ist dramatisch: Viele Menschen werden krank, andere verlieren ihre Existenz. Wir sehen, dass an der Fuhle Restaurants schließen, dass weitere kleinere Selbstständige ums Überleben kämpfen, während einige Großkonzerne von der Corona-Krise sogar noch profitieren“, sagt Jakob.

An der Fuhlsbüttler Straße, auf der Piazzetta Ralph Giordano und in Sichtweite zum Bahnhof Barmbek hat er einen Infostand mitaufgebaut. „Solidarisch in Barmbek“ steht auf einem Transparent. „Wir sind eine Gruppe von jungen Menschen aus dem Stadtteil, die sich politisch interessieren und sich engagieren“, erklärt er. Schon seit Mitte Dezember kommen rund ein Dutzend Aktive alle zwei Wochen samstags hier zusammen, um das Gespräch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtteil zu suchen, zu hören, welche Themen ihnen wichtig sind, wo der Schuh drückt.

Heute mit Musik vor Ort

Ihr Antrieb sei die soziale Ungerechtigkeit, die sich in der Pandemie noch verschärft habe, sagt Jakob. Während es aktuell besonders wichtig sei, aufeinander aufzupassen und sich gegenseitig zu unterstützen, zum Beispiel für jemanden, der in Quarantäne ist, einkaufen zu gehen, soll zukünftig die gesellschaftliche Entwicklung im Stadtteil als Thema im Mittelpunkt stehen. Mit dem Ziel, sich zu vernetzen und gemeinsam weitere Aktionen auf die Beine zu stellen. Am Samstag, 13. März, 14 bis 16 Uhr, wird die Initiative, die betont, partei- und vereinsunabhängig zu sein und sich von Corona-Leugnern entschieden distanziert, wieder mit Musik vor Ort sein.

Kontakt ist auch über Facebook barmbeksolidarisch sowie Instagram und Twitter @barmbeksolidarisch möglich

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