22. April 2020
Barmbek

Corona-Geldspritze für Kulturstätten

Mittel aus Hilfspaket gehen an Stadtteilzentren

Senator Carsten Brosda will herbe Einschnitte abfedern helfen Foto: cb

HAMBURG-NORD Die Hamburger Stadtteilkultur
soll aus dem Corona-Hilfspaket Kultur mit 1,36 Millionen Euro unterstützt werden.

„Das Leben und die Kultur in den Stadtteilen wird ganz wesentlich von den dortigen Stadtteilkulturzentren geprägt. Da diese in hohem Maße auf ihre eigenen Einnahmen durch Veranstaltungen und das laufende Programm angewiesen sind, ist die derzeit notwendige Schließung für die Stadtteilkultur ein herber Einschnitt“, weiß Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

Im Rahmen des Corona-Schutzschirmes des Senates ist auch der Etat der Behörde für Kultur und Medien um insgesamt 25 Millionen Euro erhöht worden, um Auswirkungen der durch Corona bedingten Schließungen abzufedern. Corinne Eichner, Geschäftsführerin des Dachverbands Stadtkultur e.V., betont, dass die Akteure in der Stadtteilkultur sehr froh über diese wichtige Rettungsmaßnahme seien, die zugleich auch die Anerkennung ihrer Arbeit unterstreiche: „Weil die Stadtteilkultur nahezu keinerlei eigene Einnahmen mehr hat, die ihre Arbeit sonst erst ermöglichen, kann sie die dramatischen Einschränkungen durch die Allgemeinverfügungen nur mit einer starken Unterstützung überleben.“ Die Kulturbehörde gibt die Hilfsgelder an die Bezirksämter, bei denen die Stadtteilkultureinrichtungen ihre Anträge stellen können.

Zurzeit werden viele alternative Angebote geschaffen und Ideen für die Zeit nach der Krise entwickelt. „Die kulturellen Angebote in den Stadtteilen sind wichtiger denn je. Sie fördern Zusammenhalt, Solidarität und Gemeinsinn. Dafür lohnt es sich gemeinsam gute Lösungen zu finden“, ist Brosda überzeugt.

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