10. September 2022
Barmbek

Besser lernen im „Würfel“

Gläserner Kubus als Beispiel für Modernisierung an Berufsbildenden Schulen

Der gläserne Kubus in Barmbek bietet eine große Lernlandschaft Fotos: Bezirksamt Hamburg-Nord

BARMBEK Mit umfangreichen Baumaßnahmen sollen die berufsbildenden Schulen in Hamburg auf den neuesten Stand gebracht werden. Seit 2015 wurden dafür bereits mehr als 550 Millionen Euro in Neubauten und Sanierungen investiert, bis 2030 sollen noch einmal knapp 200 Millionen dazukommen.

Aktuelle Beispiele für Modernisierungen in der Sanierungskette sind das neue Gebäude der Berufsbildenden Schulen in Barmbek (Holz Farbe Textil) und Hamm (Kaufleute im E-Commerce). Praxisnahe Räume hat auch die Bildungseinrichtung für Azubis in der Gastronomie in Borgfelde erhalten. Allein in vier Standorte in Hamburg wurden in den vergangenen Jahren 70 Millionen Euro gesteckt. Modernisierungen sind wichtig, weil an Hamburgs 30 staatlichen Berufsschulen im neuen Schuljahr immerhin mehr als 45.740 Schüler für ihren Abschluss lernen, die von etwa 2600 Lehrkräften unterrichtet werden.

Pläne für die Zukunft

„Berufsbildende Schulen müssen auch baulich eine Strahlkraft haben, Leuchttürme sein, um für Schülerinnen und Schüler attraktiv zu sein,“ meinte auch Schulsenator Ties Rabe bei einem Besuch im „Lernwürfel“ in Barmbek. An dieser Schule sind ein gläserner Lernkubus mit bis zu 500 Quadratmeter großen Lernlandschaften für individuellen Unterricht und neue Fachwerkstätten entstanden.

Auch in den kommenden Jahren wird Hamburg seine Berufsschulstandorte weiter ausbauen: Der besonders für Hamburg wichtigen Wirtschaftszweig Spedition und Logistik erhält einen Neubau am Brekelbaums Park in Borgfelde. Für 100 Millionen Euro baut die Stadt dort einen Bildungscampus mit mehreren Gebäuden. Einziehen sollen dort die Berufsschüler für Logistik, Schifffahrt und Touristik und die Auszubildenden in der Pflege. Auch die neue Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) wird ihren Platz auf dem Campus erhalten. Für die Schule für Medien-Technik in Farmsen ist ein kompletter Neubau geplant, der bis 2027 fertiggestellt sein soll und rund 47 Millionen Euro kosten wird. Durch die vielen Investitionen in den Berufsschulzweig wird den Schülern optimales Lernen auf technisch höchsten Niveau ermöglicht und dadurch kompetente Fachkräfte für die Zukunft geschaffen.

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