26. Juni 2021
Barmbek

Besondere Ehre für verdiente Frauen

Plätze und Straßen werden neu benannt

Über das Wirken von Gerda Kohn hat die Geschichtswerkstatt Barmbek sogar ein Buch veröffentlicht Foto: GWB

BARMBEK Im Quartier Barmbek-Süd und Uhlenhorst wurden Vorschläge für die Namensgebung für Straßen und Plätze gesucht. Jetzt wurden die Ideen der Anwohner überprüft und offiziell vorgeschlagen.

Für den „Emily-Ruete-Platz“ wurde die Umbenennung in „Teressa-Platz“ vorgebracht. Im Mesterkamp-Quartier ging der Vorschlag „Gerda-Kohn-Platz“ in die Auswahl, und für die erste Planstraße wurde „Mesterkamp“ eingebracht.

Die zweite Planstraße im Mesterkamp-Quartier soll „Ingeborg-Morgenstern-Weg“ heißen. Dem Bezirk fiel es nicht leicht, aus den vielen Vorschlägen die passenden auszuwählen, und dankt allen Bürgern, die sich an der Aktion beteiligt haben für ihre Einsendungen.

Der Teressa-Platz soll an die Frauen erinnern, die in der Frauenklinik Finkenau 1943 bis 1945 zu Schwangerschaftsunterbrechungen gezwungen wurden. Dem Gerda-Kohn-Platz liegt das Engagement von Gerda Kohn zugrunde, die sich neben ihrem großen sozialen Engagement in Barmbek auch für den Bau der Awo-Seniorentagesstätte am Habichtsplatz einsetzte und mit der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes ausgezeichnet wurde.

Ingeborg Morgenstern war eine von drei Straßenbahnfahrerinnen, die 1972 von der Hamburger Hochbahn zu Busfahrerinnen ausgebildet wurden. Sie war damit auch eine der ersten Busfahrerinnen Deutschlands, nachdem die Hamburger Hochbahn eine Ausnahmeregelung für Frauen erzwungen hatte. Für Sie wird der „Ingeborg-Morgenstern-Weg“ benannt. Der „Mesterkamp“ soll an den ehemaligen Busbetriebshof erinnern, der hier den Neubauten weichen musste.

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