26. Juni 2021
Barmbek

Barmbeker Zeitreise per Fahrrad

Neue Ausstellung der Geschichtswerkstatt

Viele persönliche Erlebnisse und Erinnerungen sind mit dem Fahrrad verbunden. Gerd Radzinski, Harald Ehlers, Christian Albrecht, Rike Peters (v. l.) und viele andere nehmen mit auf eine Zeitreise auf zwei Rädern Foto: Busse

BARMBEK „Mein erstes Fahrrad hat Papa 2006 auf dem Flohmarkt „Basar der Nationen“ an der Hellbrookstraße gekauft – für 10 D-Mark. Bevor ich richtiges Fahrradfahren lernte, montierte Papa die Pedale ab. So hatten wir schon mal ein Laufrad“, erinnert sich Anna Ehlers an ihre Anfänge auf zwei Rädern.

Der Flohmarkt ist dem Neubauquartier Alter Güterbahnhof gewichen, doch das besagte alte Fahrrad kommt gerade wieder zu neuen Ehren: Nachdem es lange Jahre bei Familie Ehlers auf dem Dachboden einstaubte, ist es jetzt in der Ausstellung der Geschichtswerkstatt Barmbek zu sehen.

Unter dem Motto „Mit dem Fahrrad durch Barmbek“ schildern Barmbeker/-innen, welche Erlebnisse und Erinnerungen sie mit ihrem Rad verbinden. Die Geschichtswerkstatt hat ihre Schilderungen mit Fotos von gestern und heute zusammengebracht und präsentiert sie samt Fahrrädern im Schaufenster des Turmbunkers am Wiesendamm, direkt am Bahnhof Barmbek.

Dabei wird deutlich: So vielfältig, wie die Menschen sind, ist auch ihre Beziehung zum Drahtesel: Da gibt es den Fahrraddieb, der auffliegt, das historische „Bambi“-Jugendrennrad und selbst montierte technische „Finessen“, beschwerliche Arbeitswege und sportliche Freizeittouren.

„Wenn der Freilauf klingt wie Grillenzirpen und ich im Einklang mit meiner Maschine bin, dann ist ein schöner Entspannungslevel erreicht. Dann ist der Tag mein Freund“, so Christian Albrecht, der am liebsten bei blauem Himmel die Velorouten abfährt.

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