8. Mai 2021
Barmbek

Bald Blick auf eine Müllhalde?

Anwohner wollen neuen Standort für Glas- und Papiercontainer

Der Ärger um den Standort für die Glas- und Papier-Container ist noch nicht ausgestanden Foto: Grell

BARMBEK/WINTERHUDE Im Pergolenviertel kocht gerade eine Diskussion um den Standort für Glas- und Papiercontainer hoch. Trotz massiver Proteste einiger Anwohner, die mit dem geplanten Standort direkt vor den Wohnhäusern „überhaupt nicht einverstanden“ sind, wurde das Fundament für sechs Glas- und Papiercontainer bereits gegossen.

Die Stadtreinigung betont zwar, dass man noch mit der Steg im Gespräch sei, um für alle Betroffenen eine perfekte Lösung zu finden, die Mieter und Eigentümer der angrenzenden Gebäude bezweifeln aber, dass sich „das Ruder jetzt noch herumreißen lässt“. Die Sorge der Bewohner betrifft den Lärm, der beim Einwurf der Flaschen unmittelbar vor ihren Fenstern entstehen könnte, die Ausbreitung von Insekten durch die Rückstände in den leeren Glasgefäßen und die herumfliegende Pappe, die sich oft neben den Containern türmt, wenn diese erst bis zum Rand gefüllt sind. „Wer mit einer Tüte vor dem gefüllten Container steht, geht erfahrungsgemäß nicht wieder nach Hause, sondern stellt seinen Müll dann einfach neben die Tonnen“, befürchten die Betroffenen.

Alle wollen mitreden

In ganz Hamburg seien überfüllte Container zurzeit ein Problem aufgrund des höheren Aufkommens von Online-Bestellungen, die in Paketen gesendet werden. Die Anwohner am Winterlindenweg, wo einer der Container-standorte eingeplant ist, plädieren deshalb seit Monaten für eine Verlegung des gewählten Standortes an einen Bereich in der City Nord oder nördlich der Hebebrandbrücke auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Wir können uns auch einen anderen Standort in der unmittelbaren Nähe vorstellen“, so die Aussagen der Stadtreinigung.

Der Abstimmungsprozess sei allerdings nicht ganz einfach, denn auch das Bezirksamt, die Polizei und die Feuerwehr wollten mitreden, um den Standort mit Rücksichtnahme aller Aspekte, dann zu bestimmen.

Einen Ort, um seinen Abfall zu recyceln, wünschen sich zwar die meisten Hamburger, es sei aber immer auch bevorzugt, diesen nicht direkt vor der Haustür zu haben. Die neuen Mieter im Pergolenviertel fühlen sich in diesem Fall extrem benachteiligt, weil bereits zehn Müllcontainer direkt vor den Fenstern platziert stehen, und wenn noch die Glas- und Papiercontainer hinzukämen, „dann gucken wir auf eine Müllhalde“.

Pappen liegen neben dem Container oder fliegen herum Foto: Grell

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