5. Juni 2021
Barmbek

Als die Taxis noch pechschwarz waren

Das Alltagsleben rund um den Bahnhof Barmbek in den 1960er-Jahren

Hingucker auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1958 sind die schwarzen Limousinen, die vor dem Barmbeker Bahnhof auf zahlende Kundschaft wartenBarmbek - Litfaßsäule - U-Bahn Hochbahn Zug - Schornstein Foto: Geschichtswerkstatt Barmbek/Archiv

BARMBEK Rund um den Barmbeker Bahnhof herrschte auch schon um das Jahr 1960 herum emsiges Treiben.

Der damalige Haupteingang zu den Bahnsteigen aus Richtung Wiesendamm bestand aus zwei nebeneinander gelegenen Eingängen, die auf dem Bild gut zu erkennen sind: Der linke Zugang führte auf die Bahnsteige der Hochbahn, rechts erreichte man die S-Bahn. An einen gemeinsamen Zu- und Durchgang Richtung Fuhlsbüttler Straße war nicht zu denken, weil die Deutsche Bahn (zuständig für den S-Bahn-Verkehr) und die Hamburger Hochbahn bis 1965 strikt getrennt voneinander planten und handelten. Rechterhand vom Fotografen befand sich das damals weitgehend brachliegende Gelände der früheren „New-York Hamburg Gummi-Waaren Compagnie“, auf dem heute das Museum der Arbeit und die Zinnschmelze beheimatet sind.

Ganz im Hintergrund ragt der Schornstein der ehemaligen Schamottfabrik Geister auf, die in der Pestalozzistraße 26–30 lag.
Besonders auffällig im Vordergrund sind die Limousinen, die aufgereiht am Wiesendamm parken. Dies waren die zu jener Zeit typischerweise schwarz lackierten Hamburger Taxis, die in ihrer Modellvielfalt auf ihre Fahrgäste warteten.

Echten Fans der historischen Droschken empfiehlt die Geschichtswerkstatt, in einem gnz besonderen Kurzfilm aus dem Jahr 1959 mit einem Hamburger Taxifahrer auf eine Spezialtour zu gehen: www.youtube.com/watch?v=5l6hV0GfGMg.

In der nächsten Folge geht es nach Barmbek-Süd, zu den Gründerzeithäusern an der Humboldtstraße.

 

Heute docken vor dem Bahnhof Elektroautos zum Aufladen an. Auf dem neu angelegten Bert-Kaempfert-Platz findet der Wochenmarkt statt
Foto: Busse

Auch interessant