20. Februar 2021
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Wo die 5 bald die 2 kreuzt

Der künftige

Zukünftig hält nicht nur die U2 an der Haltestelle Hagenbecks Tierpark, sondern auch die U-Bahn-Linie 5. Damit wird der Standort zu einem neuen Drehkreuz, an dem die Fahrgäste in alle vier Himmelsrichtungen umsteigen können.

Die Haltestelle der U5 wird längs unter der vierspurigen Koppelstraße Höhe Lokstedter Grenzstraße errichtet. Von dort fährt die U-Bahn Richtung Osten bis zum Siemersplatz / Behrmannplatz und dann weiter über die Innenstadt bis nach Bramfeld. In die andere Richtung geht es nach Westen über den Sportplatzring und Stellingen bis zu den Arenen.

Unter der Koppelstraße ist die U5 Haltestelle Hagenbecks Tierpark geplant Grafik: Hochbahn

Für die Haltestelle Hagenbecks Tierpark mit einer Gesamtlänge von 125 Metern sind vier Zugänge geplant. „In unserem Online-Dialog kam die Frage nach weiteren Zugängen auf, wie beispielsweise östlich der abknickenden Julius-Vosseler-Straße, um hier das Queren der Straße zu erleichtern“, sagt der Hochbahn-Beauftragte Florian Kraft: „Diese Ideen werden unsere Planer in den kommenden Planungsphasen nun prüfen.“ Als gesichert gilt ein direkter Übergang zwischen der U2 und der U5, so dass die Fahrgäste die Haltestelle beim Umsteigen nicht verlassen müssen. Vorgesehen in der barrierefreien Planung sind zudem zwei Aufzüge. Ein Aufzug, der die beiden U-Bahn-Linien verbindet, ist jedoch nicht möglich, da die beiden Bahnsteige nicht exakt übereinander liegen.

Der Streckenabschnitt zwischen Hagenbecks Tierpark und Siemersplatz verläuft komplett unterirdisch. Aufgrund der vorhandenen Straßengeometrie und der Tatsache, dass die U-Bahn nur in größeren Kurvenradien und nicht „um die Ecke“ fahren kann, wird der Tunnel nicht nur unter der Julius-Vosseler-Straße, sondern teilweise auch unter Grünflächen und Gebäuden gebaut. „Da wir an einem sehr frühen Stand der Planung stehen, können wir noch nicht sagen, welche Flächen betroffen sind und wie mögliche Eingriffe in Natur und Umwelt, besonders im Bereich der Schillingsbek sowie des Wasserschutzgebiets, der Kleingärten und Parkanlage, aussehen werden“, erläutert der Hochbahn-Beauftragte. Ziel sei es aber, diese möglichst gering zu halten. Ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt geplant werden die Gestaltung und Ausstattung der Haltestelle.

Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sollen hierbei berücksichtigt werden. Der Baubeginn für den Lokstedter Abschnitt der U5 ist für Mitte der 2020er Jahre vorgesehen. Nach rund zehnjähriger Bauzeit soll die U5 dann erstmalig ihren Betrieb aufnehmen und vollautomatisiert in einem 90-Sekunden-Takt an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr fahren. Von Lokstedt bis in die Innenstadt beträgt die Fahrtdauer dann nur noch 13 bis 15 Minuten. kh

Für Fragen, Ideen und Anregungen: Florian Kraft, Hochbahn-Beauftragter zur U5-Planung (Abschnitt: Universität /Arenen, Volkspark unter T 328 857 25 oder per E-Mail an florian.kraft@hochbahn.de erreichbar.
Weitere Infos auf www.schneller-durch-hamburg.de

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