27. Februar 2021
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Weniger Unfälle, keine Toten

Bei den meisten Unfällen entsteht „nur“ ein Sachschaden

Bei den meisten Unfällen entsteht „nur“ ein Sachschaden

NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN In Hamburg gab es 2020 deutlich weniger Verkehrsunfälle als in den Vorjahren. Die Gesamtzahl reduzierte sich auch infolge der Corona-Pandemie um mehr als 10.000 auf 58.136 – das ist der niedrigste Stand seit 2004. Auch in unseren Stadtteilen wurden weniger Unfälle im Verkehr erfasst, wie aus der aktuellen Verkehrssicherheitsbilanz der Hamburger Polizei hervorgeht.

Die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle beziffert sich in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen auf 2453. Das sind rund 520 Unfälle weniger als im Jahr zuvor. In fast 90 Prozent der Fälle entstanden lediglich Sachschäden. Unfälle mit tödlichem Ausgang gab es keine, dafür 21 mit Schwerverletzten. Hierbei hat es vor allem die Radfahrer/-innen getroffen. Leicht verletzt wurden 261 Personen, darunter jeweils 124 Radfahrer und PKW-Fahrer.

Insgesamt sind 14 Prozent aller registrierten Unfälle mit einer Beteiligung von Radfahrenden passiert. Während sich die Zahl in Lokstedt von 53 (2019) auf 65 erhöht hat, sind die Zahlen in Niendorf (64) und Schnelsen (46) aber leicht rückläufig. Verursacht wurden diese Unfälle in etwa zu gleichen Anteilen von den Radfahrenden sowie den Pkw-Fahrern.

Vergleichsweise gering ist dagegen die Anzahl der Verkehrsunfälle mit einer Beteiligung von Fußgängern/-innen. Die Gesamtzahl für die drei Stadtteile liegt bei 37 und damit bei 6,6 Prozent. Hauptverursacher sind hierbei häufig (zu 65 Prozent) die zu Fuß Gehenden selbst.

Zu den Hauptunfallursachen gehören in allen drei Stadtteilen sogenannte Abbiegeunfälle (48). Auch infolge von überhöhter Geschwindigkeit (30), fehlendem Abstand (29) und einer Missachtung der Vorfahrtregeln (26) wurden letztes Jahr vergleichsweise viele Unfälle verursacht. Kein Unfall ist hingegen auf Alkohol- und Drogenkonsum zurückzuführen. kh

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