16. Januar 2021
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Trend zur Mitte ist ungebrochen

Für den Sozialmonitoring Bericht wurde Hamburg in

Dass die Mehrheit der Hamburger mit zunehmender Tendenz in Gebieten mit einem mittlerem Sozialstatus lebt, zeigt der aktuelle Sozialmonitoring-Bericht 2020 „Integrierte Stadtentwicklung“ der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Für die Sozialstatus-Ermittlung wurde das Stadtgebiet kleinräumig in 850 statistische Gebiete eingeteilt, davon entfallen 42 auf unsere Stadtteile. Ob ein Quartier ein hohes, mittleres, niedriges oder sogar sehr niedriges Sozialniveau aufweist, ist von mehreren Kriterien abhängig. Dazu gehören die Bevölkerungsdichte sowie der Anteil der Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger, Asylbewerber, Alleinerziehenden sowie der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Insgesamt zeigt sich im längerfristigen Vergleich ein Trend zur Mitte: Sowohl die Anzahl der statistischen Gebiete mit hohem Status als auch jene mit niedrigem und sehr niedrigem Status haben sich leicht verringert. Diese Tendenz wird auch in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen abgebildet.

Veränderungen nachverfolgen
Quartiere mit einem mittleren Sozialstatus gibt es bei uns 33. Hier leben 77.646 Einwohner, dies entspricht einem Anteil von 78 Prozent. Sieben Gebiete weisen einen hohen Status auf, darunter in Lokstedt der Bereich um den Siemersplatz, der Südwesten in Schnelsen sowie (mit steigender Dynamik) die Wohngegenden am Niendorfer Gehege.

Der Anteil der insgesamt 16.570 hier wohnenden Menschen macht dabei 17 Prozent aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 gab es noch zehn Quartiere mit einem hohen Sozialindex. Erst im vergangenen Jahr wurde im Westen Niendorfs ein Gebiet von „hoch“ auf „mittel“ zurückgestuft.

Von den hamburgweit 144 Quartieren mit niedrigem Status gibt es in den drei Stadtteilen nur zwei: Dazu gehören die Lenzsiedlung in Lokstedt sowie der Bereich um die Spanische Furt in Schnelsen, hier ist der Index aber von sehr niedrig auf niedrig gestiegen. Insgesamt leben in den zwei genannten Gebieten 5.3865 Menschen (5 Prozent).

Ziel des jährlichen Sozialmonitorings ist es, eine mögliche Häufung sozialer Herausforderungen in einzelnen Quartieren frühzeitig zu erkennen und bei notwendigem Bedarf zu fördern. kh

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