18. November 2021
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Weihnachtsmärchen im Corona-Jahr

Froschkönig küsst Pippi Langstrumpf – aber nur mit Maske

Janosch

Wenn der kleine Tiger und der kleine Bär auf große Fahrt gehen, wird es lustig Foto: Oliver Fantitsch

HAMBURG 3G? 2G? Sollen wir mit unseren Kindern dieses Jahr ins Weihnachtsmärchen gehen oder lieber doch zu Hause bleiben? Für Eltern kommt zusätzlich zu der alljährlichen Hatz auf die Karten, die in diesem Jahr mit den Corona-Beschränkungen bestimmt nicht einfacher wird, noch die Frage, ob der Besuch einer solchen Veranstaltung sinnvoll ist.

Auch die Theater sind nicht alle wie gewohnt dabei, zum Beispiel zeigt das Schauspielhaus kein klassisches Weihnachtsmärchen im Großen Haus, und auch das Thalia Theater leidet unter einem „Premieren-Stau“ durch Corona und hat deshalb auf ein neues Weihnachtsmärchen verzichtet. Pippi Langstrumpf aus dem Sommer (mit Barbara Nüsse als Pippi) ist eher für Erwachsene und ältere Kinder interessant. Doch es gibt sie auch, die Klassiker für die Kleinen: Das Ernst Deutsch Theater musste wegen Corona zweimal die Premiere des grimmschen Märchens „Der Froschkönig“ verschieben, und alle vor und hinter den Kulissen freuen sich jetzt, dass es endlich losgeht. Und darum geht es: Ida ist Prinzessin, und Erich ist ein Frosch. Kann es Freundschaft zwischen den beiden geben?

Obwohl die eine doch ‚ganz goldig‘ sein sollte und der andere ganz glitschig? Das klingt spannend – genau wie der Klassiker von Hans-Christian Andersen, den das Ohnsorg-Theater in einer aktuellen Version auf die Bühne bringt: „Des Kaisers neue Kleider“. Endlich lachen über den reichen Gecken, der nicht merkt, dass seine Kleider nicht „magisch“ sind, wie versprochen, sondern einfach nicht vorhanden. Ein großer Spaß für alle. Mit viel Musik versetzt der Kultur Palast in diesem Jahr die Kids in Weihnachtsstimmung: Gleich drei Weihnachtsmärchen und -konzerte stehen zur Auswahl: „Die Weihnachtsbäckerei“, „Der Nussknacker“ mit Musik von Tschaikowsky und das Kinderkonzert „Weihnachten mit RADAU!“, der garantiert blockflötenfreien Rockband für Kids.

Das St. Pauli Theater, Garant für tolle Weihnachtsmärchen, zeigt auch in diesem Jahr eine neue Produktion: „Janosch – Komm wir finden einen Schatz“. Im Mittelpunkt stehen die Figuren des Zeichners und Autors Janosch, der kleine Tiger und der kleine Bär. Sie erleben gemeinsam ein großes Abenteuer. Dürfen Kinder im zweiten Corona-Jahr dabei sein und ihr Weihnachtsmärchen erleben? Schwierige Frage, die jede Familie für sich beantworten muss. Aber wenn es um Wünsche geht, und darum geht es ja im Märchen sehr oft, ist der Fall klar, denn was kann es in der Vorweihnachtszeit Schöneres geben?

Weihnachtsmärchen

‰ Janosch – Komm wir finden einen Schatz: 27. November–22. Dezember, St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29–30, ab 4 Jahren, 2G, Eintritt: ab 18,90 Euro, Telefon 4711 0 666, www.st-pauli-theater.de
♦ Des Kaisers neue Kleider: 19. November– 26. Dezember, Ohnsorg-Theater, Heidi-Kabel-Platz 1, ab 4 Jahren, 2G und 3G, Eintritt: ab 19,04 Euro, Telefon 35 08 03 21, www.ohnsorg.de und www.reservix.de
♦‰ Pinocchio: 13. November – 23. Dezember, Junges Schauspielhaus, Wiesendamm 28, ab 8 Jahren, 3G, Schachbrett und Maske, Eintritt: ab 14,- Euro, Telefon: 248 713, https://schauspielhaus.de/de_DE/home-jsh
♦‰ Weihnachtsbäckerei: Mi/Do 1. und 2. Dezember, Kultur Palast, Öjendorfer Weg 30a, ab 4 Jahren, 2G, Eintritt: 5 Euro, Telefon: 822 456 80,www.kulturpalast.live
♦‰ Der Froschkönig: 12. November – 23. Dezember, Ernst Deutsch Theater, Friedrich-Schütter-Platz 1, ab 4 Jahren, 3G, Eintritt: ab 11 Euro, Telefon: 227 014 20, www.ernst-deutsch-theater.de
♦‰ Die drei ???: 5., 12. und 19. Dezember, Hamburger Kammerspiele, Hartungstraße 9–11, ab 8 Jahren, 2G, Eintritt: ab 18 Euro, Telefon: 413 34 40, hamburger-kammerspiele.de
♦‰ Die Schöne und das Biest: 26. November bis 30. Dezember, Winterhuder Fährhaus, Hudtwalckerstraße 13, 2G, Eintritt: ab 21 Euro, Telefon: 480 680 80, www.komoedie-hamburg.de

G-Regeln: unter 18 Jahren aktuell kein Nachweis erforderlich nach Hamburger Hygieneverordnung

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