11. Juni 2022
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Medizinische Hilfe rund um die Uhr

Neues Notfallzentrum im Marienkrankenhaus eröffnet

Notaufnahme

Christoph Schmitz, Geschäftsführer des Katholischen Marienkrankenhauses, Melanie Leonhard, Sozialsenatorin, Caroline Roos, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, und Dr. Michael Wünning, Chefarzt im Zentrum für Notfall- und Akutmedizin am Marienkrankenhaus Foto: Grell

HAMBURG Wohin im Notfall, wenn Arztpraxen lange Wartezeiten haben und die Notaufnahmen der Kliniken überlastet sind? Im Katholischen Marienkrankenhaus in Borgfelde gibt es seit Anfang Juni jetzt eine integrierte Anlaufstelle für jeden Notfall und das rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr.

Das neue Notfallzentrum (INZ) in der Angerstraße soll der erste Ansprechpartner für Patienten sein und „am Empfangstresen schon eine Einschätzung der Situation jedes Patienten vorgenommen und über den weiteren medizinischen Verlauf entschieden werden“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Wünning, der mit einem Experten-Team von 40 Mitarbeitern hier zur Stelle steht. Nicht immer sei gleich beim Eintreffen eines Patienten sicher, ob es sich um einen wirklichen Notfall handelt, der dringend im Krankenhaus weiterbehandelt werden müsse oder auch ambulant zu versorgen sei. Im Notfallzentrum kümmern sich in Zukunft somit das Krankenhaus und die Kassenärztliche Vereinigung gemeinsam um die Versorgung von Notfallpatienten und mit einer speziellen Software „SmED Kontakt +“ kann anhand festgelegter Standards die weitere Behandlung analysiert werden.

Dadurch werde vor Allem auch Zeit eingespart, denn das INZ hilft nicht nur bei der Einschätzung der Behandlungsform, sondern auch bei der Weitervermittlung an Hamburger Arztpraxen. Beim selbstständigen Eintreffen im Notfallzentrum wird nach der Einschätzung des Patienten zunächst entschieden, ob der Patient im Krankenhaus aufgenommen werden muss oder ambulant weiter versorgt und dann mit einem Termin bei einem weiterbehandelnden Arzt wieder entlassen werden kann. Ein Team aus Ärzten und Krankenpflegern bestehend, sorgt sich um die Patienten, die mit leichten Magenschmerzen kommen und nach kurzer Behandlung wieder nach Hause gehen können genauso wie um Akutfälle, die sofort eine intensive Behandlung im Krankenhaus benötigen. „Das Zentrum ist natürlich mit modernster Technik versehen“, ergänzt Dr. Michael Wünning und sei mit vier Behandlungsräumen im Erdgeschoss und 18 Behandlungsplätzen optimal ausgestattet.

Empfang
Direkt am Empfangstresen kommt es zu einer Ersteinschätzung der Situation des Patienten, der dann weiter behandelt wird Foto: Grell

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