10. April 2021
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Neubauten sind besonders teuer

Vor allem in beliebten Wohnlagen sind die Immobilienpreise besonders hoch Foto: kh

Vor allem in beliebten Wohnlagen sind die Immobilienpreise besonders hoch
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NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN. Die Immobilienpreise in Hamburg zeigen nach wie vor einen deutlichen Aufwärtstrend. Besonders teuer sind neue Häuser. Dies geht aus dem aktuellen Immobilienatlas 2021 der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Forschungsinstitut F+B hervor.

„Die von vielen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erwarteten Abschwünge in der Preisentwicklung sind bislang nicht eingetreten“, sagt Jens Grelle, LBS-Vorstandsvorsitzender. Das Gegenteil ist der Fall: Die Preise in Hamburg als attraktiver Wohnort steigen weiter an. Durchschnittlich 5123 Euro kostet der Quadratmeter für Ein- und Zweifamilienhäuser im Neubau. Allein in einem Jahr entspricht das einem Anstieg von 13,8 Prozent. In Niendorf (5051 Euro/m², plus 4,5 Prozent) und Schnelsen (4592 Euro/m², plus 16,8 Prozent) zahlen Käufer/-innen etwas weniger. Dagegen ist in Lokstedt nicht nur der Preis mit 5864 Euro/m² am höchsten, sondern auch der prozentuale Anstieg (plus 26,7). Insgesamt liegt der Aufwärtstrend in den vergangenen fünf Jahren in unseren Stadtteilen bei bis zu knapp 40 Prozent.

Bestandsimmobilien
Etwas günstiger sind Bestandsimmobilien. Während der Preisanstieg in Niendorf (4669 Euro/m²) und Schnelsen (4132 Euro/m²) mit gut vier Prozent moderat ausfällt, müssen Käufer in Lokstedt mit 5522 Euro/m² gut 20 Prozent mehr als im Vorjahr zahlen, wenn sie ein Haus kaufen wollen.
Besonders teuer wird es in Lokstedt bei Neubau-Eigentumswohnungen. Mit 7235 Euro/m² zahlt man für eine 100 Quadratmeter große Wohnung bereits über 700.000 Euro – und damit bis zu 77 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Vergleichsweise niedrig – auch im hamburgweiten Vergleich (6600 Euro/m²) – sind dagegen die Preise für neue Eigentumswohnungen in Niendorf (5412 Euro/m²) und in Schnelsen (5175 Euro/m²). Am günstigsten sind Bestandswohnungen in Schnelsen. Während der Hamburger Durchschnittspreis bei 5723 Euro/m² liegt, sind es in Schnelsen „nur“ 3722 Euro/m² – seit 2016 ist dies aber dennoch ein satter Anstieg von 50 Prozent.

Grundstückspreise
Ähnliche Tendenzen zeigen die Grundstückspreise. Am teuersten ist eigener Grund und Boden in Lokstedt mit 829 Euro/m², in Niendorf kostet er 654 Euro/m² und in Schnelsen 591 Euro/m². Ein Blick auf den Hamburger Durchschnittspreis mit 832 Euro/m² verrät jedoch, dass es bei uns vergleichsweise „günstig“ ist. (kh)

>>> Immobilienatlas zum Download unter www.lbs.de

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