18. Dezember 2020
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Langfinger haben Hochsaison

Trotz Corona-Einschränkungen ist auf dem Tibarg immer etwas los – ideale Bedingungen für Taschendiebe

Trotz Corona-Einschränkungen ist auf dem Tibarg immer etwas los – ideale Bedingungen für Taschendiebe

In Zeiten von Mindestabständen und Kontaktbeschränkungen haben es Taschendiebe schwer – auch wenn diese Vermutung naheliegt, ist die dennoch falsch. Tatsächlich ist seit Beginn der Pandemie kein Rückgang an Taschendiebstählen zu verzeichnen.

„Das Ziel der Täter, von den Opfern nicht bemerkt zu werden, erreichen sie auch trotz der geltenden Regeln“, so Karl-Michael Strohmann vom Polizeikommissariat 24. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit haben Langfinger Hochsaison – daran habe auch die Eindämmungsverordnung nichts geändert. Wie bereits in den Vorjahren ist auch in Niendorf und Schnelsen aktuell ein Anstieg dieser Straftaten zu verzeichnen. Auch wenn das Risiko, bestohlen zu werden jetzt mit dem Lockdown etwas zurückgehe, ist es vor allem in jenen Bereichen hoch, wo mehrere Menschen zusammenkommen, wie in Niendorf beispielsweise auf dem Tibarg. Bevorzugte Opfer sind ältere Menschen, die gerade in der Weihnachtszeit häufig auch höhere Bargeldbeträge mit sich führen.

Einen Vorteil haben die einzuhaltenden Mindestabstände in diesem Zusammenhang aber schon: „Mitbürgern kann es viel eher auffallen, wenn sich die Taschendiebe anderen Menschen nähern und sie bestehlen wollen“, so Strohmann weiter. Gemäß der Kampagne „In Hamburg schaut man hin“ appelliert die Hamburger Polizei deshalb an alle Bürger/-innen, auf ihre Mitmenschen zu achten. Bei verdächtigen Beobachtungen kann es als erste Maßnahme schon ausreichen, seine Stimme zu erheben. Außerdem soll niemand zögern, diese direkt bei der Polizei über die Rufnummer 110 zu melden. kh

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