3. April 2021
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Hier steckt Musik im Klimaschutz

Startschuss für den Klimafahrplan mit Peer Lütgens, Kay Gätgens, Ulrike Broocks, Antonia Schulitz (alle Bezirksamt), Falk Schmidt-Tobler (Vorsitzender der Bezirksversammlung), Sophia und Isa Poppensieker von Tonbandgerät (v.l.n.r.) Foto: Bezirksamt

Startschuss für den Klimafahrplan mit Peer Lütgens, Kay Gätgens, Ulrike Broocks, Antonia Schulitz (alle Bezirksamt), Falk Schmidt-Tobler (Vorsitzender der Bezirksversammlung), Sophia und Isa Poppensieker von Tonbandgerät (v.l.n.r.)
Foto: Bezirksamt

EIMSBÜTTEL. In Eimsbüttel ist am 29. März der Startschuss für das Klimakonzept des Bezirks gefallen. Das Bezirksamt will mit gutem Beispiel vorangehen, setzt aber auch auf breite Bürgerbeteiligung mit Unterstützung einer jungen Eimsbütteler Band. Die Vision „Eimsbüttel 2040 – Zukunft lebenswert gestalten“ steht auf drei wesentlichen Säulen, von der die erste zum Thema Bauen bereits 2018 entwickelt wurde.

Säule zwei mit einem sozialen Leitbild ist derzeit in Arbeit und soll Ende des Jahres vorgestellt werden. Nun geht erst einmal die dritte Säule an den Start: Das Klimaschutzkonzept für den Bezirk soll bis zum vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Es dient als strategischer Leitfaden, Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die bezirklichen Klimaschutzaktivitäten und soll ein übergreifendes Konzept für die relevanten Klimaschutzfragestellungen im Bezirk darstellen und den Klimaschutz grundsätzlich im bezirklichen Handeln verankern. Für die Koordination, Zusammenarbeit und Umsetzung hat der Bezirk unter Leitung von Antonia Schulitz ein dreiköpfiges Klimateam aufgestellt. „Das Bezirksamt soll Vorbild sein und sich darauf konzentrieren, was jedes Fachamt, was jeder einzelne tun kann“, erklärt Schulitz und verspricht: „Klimaschutz kann Spaß machen!“ Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) sieht im Klimaschutz das wesentliche Thema der nächsten Jahrzehnte, das „nur funktioniert, wenn wir die Bürger/-innen mitnehmen, besonders auch Kinder und Jugendliche.“

Alle mit ins Boot
Deshalb soll es breite Beteiligungsmöglichkeiten geben, bei denen alle sich mit ihren Ideen, Anmerkungen und Visionen einbringen können. Für junge Eimsbütteler/-innen soll es ein Beiteiligungskit geben und eine breite Zusammenarbeit mit Eimsbütteler Schulen. Als Klimabotschafter wurde die Eimsbütteler Band „Tonbandgerät“ gewonnen, die den Klimaschutz bereits in ihren Alltag integriert: „Zum Probenraum fahren wir mit dem Fahrrad, nehmen Leitungswasser von zu Hause mit und verzichten auf Fleisch beim Pausensnack. Kleine Dinge machen einen großen Unterschied“, erklärt Sängerin Sophia Poppensieker. Am Freitag, 16. April beginnt der Beteiligungsprozess mit einem BarCamp, das Corona-bedingt online stattfinden wird. Von 16.30 bis 19.30 Uhr kommen wie auf einem digitalen Marktplatz Interessierte zusammen und entscheiden selbst, über welche Themen wie Mobilität, Grüne Infrastrukturen, Energie, Müll, Recycling oder Bildung sie diskutieren wollen. Außerdem stellen sich Organisationen und Initiativen aus dem Bezirk vor. (mf)

>>> Weitere Infos auf https://beteiligung.hamburg/unser-klima-eimsbuettel

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