1. April 2020
Hamburg

Zeichen der Hoffnung

Aktion: Kinder hängen Regenbogen-Bilder auf

Regenbogen

Marlon hat mitgeholfen, den Regenbogen an die Scheibe zu kleben. Er soll für alle Kinder sichtbar sein Foto: Grell

HAMBURG Statt auf dem Schulhof zu toben und mit Freunden Fußball zu spielen, Fahrrad zu fahren oder sich mit der besten Freundin zu verabreden, sitzen die meisten Hamburger Kinder jetzt irgendwo mit ihren Eltern in der Wohnung, manches Mal auch noch mit anderen Geschwistern zusammen und hoffen darauf, dass endlich wieder das normale Leben zurückkommt.

Nachdem die Hausaufgaben nun am Esstisch erledigt und ein paar Spiele gespielt wurden, vielleicht auch mal eine Sendung im Fernsehen angestellt werden durfte, kommt bei den Kids dann doch irgendwann der Wunsch nach frischer Luft auf. Doch nur mit den Eltern durch die menschenleeren Straßen zu laufen und die Häuser zu betrachten macht natürlich nur wenig Spaß. Deshalb ist jetzt eine Idee aufgekommen, an der sich schon Hunderte von Kindern beteiligen und an der auch die Schule Bandwirkerstraße in Eilbek mitmacht. „Einfach einen Regenbogen malen oder aufkleben und in das Fenster hängen“, erklärt Lehrerin Anne Stahlkamp die Aktion.

Dann könnten Kinder, die auf eher öden Spaziergängen unterwegs sind, die Regenbögen zählen und immer wieder neue entdecken, die am Vortag vielleicht noch gar nicht da waren. Marlon aus der zweiten Klasse, der als Einziger in der Notbetreuung der Schule ist, war sofort Feuer und Flamme und hat mitgeholfen, um ein möglichst großes Exemplar ans Fenster der Schule zu kleben: „Übersehen kann man unseren Regenbogen auf keinen Fall.“ Eine schöne Aktion, die ganz einfach ist und die Wartezeit in den Wohnungen ein wenig bunter werden lässt.

Ihren Ursprung hat die Aktion in Italien, wo die Menschen besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind.

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