9. Juli 2021
Hamburg

Wie wollen wir zusammen leben?

Mit Musik, Tanz und Theater durch den Sommer

Das Internationale Sommerfestival setzt in diesem Jahr stark auf die Verknüpfung von innen und außen. Auch die neue Waldbühne (Foto), auf der das Festivalprogramm vorgestellt wurde, gehört zu den Spielstätten Foto: Busse

Das Internationale Sommerfestival setzt in diesem Jahr stark auf die Verknüpfung von innen und außen. Auch die neue Waldbühne (Foto), auf der das Festivalprogramm vorgestellt wurde, gehört zu den Spielstätten Foto: Busse

HAMBURG Das Internationale Sommerfestival verspricht psychoaktives Theater, Lieder ohne Worte und ein neu erwachendes Gemeinschaftsgefühl; Susie Wang gibt den Deutschen ihren Urlaub zurück, und Ligna skizziert die Zukunft der Innenstadt im verlassenen Kaufhof-Gebäude.

Trotz des finanziellen Rückenwinds und Pandemie-Erfahrung: „Es ist nicht so einfach, wie es sich anhört“, betonte Festivalleiter András Siebold, als er das Programm zum Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel vorstellte. Fünf Uraufführungen auf Bühnen und weitere acht Welt­premieren an anderen Orten in der Stadt sind unter Pandemie-Bedingungen und mit internationalen Künstler/-innen nach wie vor nur unter deutlich erschwerten Bedingungen planbar. Dafür gab es für die Kultur aber „extrem viele Fördermittel“, so Siebold. 1,2 Millionen Euro standen für das Programm zur Verfügung, und „da wir die Kampnagel-In­frastruktur nutzen, entspricht dies einem Festivaletat von drei bis vier Millionen“, führte er aus.

Die inhaltliche Bandbreite ist extrem groß: Sie reicht vom Aufeinandertreffen von klassischer Musik auf experimentelle Töne, verknüpft unmittelbares Erleben mit virtueller Realität und setzt aktuelle Thematiken wie Dekolonisation, Zukunftstechnologien und Klimakatastrophe ins Bild.

30 Veranstaltungen vom 4. bis 22. August

Vorgestellt wurde das Programm, das am Mittwoch, 4. August, startet und nach rund 30, teilweise mehrmals stattfindenden Veranstaltungen am Sonntag, 22. August, endet, im Festivalgarten auf dem Kampnagel-Außengelände.

Die neu gestaltete Waldbühne mit wie im Amphitheater gestalteten Sitzreihen macht Kulturgenuss open air möglich – schließlich sollen sich die Menschen bedenkenlos ins Theater zurücktrauen, so Kampnagel-Direktorin Amelie Deuflhard.

Dementsprechend steht das Festival in diesem Jahr unter dem Motto „Togetherness“, was so viel wie „Zusammensein“ heißt: bei Aufführungen, in einer Konferenz über Zukunftsvisionen und in einem Hackaton können die Besucher-/innen wieder die lang entbehrte Gemeinschaft erleben, sich miteinander austauschen, zusammen Ideen­ entwickeln und der Frage nachgehen: „Wie wollen wir zusammen leben?“
Im Freien ebenso wie mit reduzierter Platzzahl in den Kampnagel-Hallen, in Kirchen und Clubs oder zum Beispiel im ehemaligen Kaufhof in der City. Programm und Tickets sind ab sofort unter www.kampnagel.de erhältlich.

Mittwoch, 4. August, bis Sonntag, 22. August, Kampnagel, Jarrestraße 20 und an weiteren Orten

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