1. April 2020
Hamburg

Pflege von Senioren in Corona-Zeiten

Besuchsverbot Angehörige zeigen Verständnis

Senioren

Mehrheitlich reagieren Angehörige mit Verständnis auf das Besuchsverbot Fotos: PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH

HAMBURG Die aktuelle Corona-Pandemie zwingt auch Pflegeheimbetreiber zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Der Hamburger Senat hat bereits weitgehende Verfügungen mit Einschränkungen für das soziale Leben in der Stadt erlassen, um die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen.

Das Coronavirus ist für ältere Menschen sehr gefährlich. Bewohner von Pflegeheimeinrichtungen sind als Hochrisiko-Gruppe durch eine mögliche Infektion besonders gefährdet. Zugleich ist auch das Pflegefachpersonal einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Jeder Besucher trägt das potenzielle Risiko in sich, infiziert zu sein und den Erreger Sars-CoV-2 in die Einrichtung hineinzutragen. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung der Pflegen & Wohnen Hamburg GmbH Mitte März entschieden, dass ab sofort ein Besuchsverbot in allen Einrichtungen gilt. Es gilt nach jetzigem Stand bis voraussichtlich 30. April. „Wir arbeiten seit Wochen mit diversen Schutzmaßnahmen daran, beide Gruppen bestmöglich vor Corona-Infektionen zu schützen“, sagt Pressesprecher Dr. Henning Schweer: „Die verschärften Maßnahmen zur Prävention und Umgang mit der Corona-Pandemie sind dabei für alle Beschäftigten und Bewohner eine große Herausforderung, sei es etwa in Form von höherer Arbeitsbelastung oder in Form von eingeschränkten sozialen Kontakten.“

Präventive Maßnahmen

Seit mehreren Wochen arbeiten die internen Krisenstäbe anhand der Pandemie-Pläne an präventiven Maßnahmen sowie Vorbereitungen für den Ernstfall einer Infektion. „Maßnahmen sind hier zum Beispiel angepasste Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen in den Einrichtungen, die Bevorratung und Verteilung von Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterialien, Schulungen und Info-Materialien für das Personal sowie die Vorbereitung von Isolationsmaßnahmen und Notfallplänen für den Fall einer Infektion im Haus“, betont Henning Schweer.

Die Planungen werden in Absprache mit den zuständigen Behörden und dem Robert-Koch-Institut der jeweiligen tagesaktuellen Lage angepasst. „Mehrheitlich reagieren die Angehörigen mit Verständnis auf das Besuchsverbot“, sagt der Unternehmenssprecher: „Sie halten telefonisch oder durch die Abgabe von kleinen Aufmerksamkeiten vor der Einrichtung Kontakt.“

Weitere Informationsquellen: Hotline der Stadt Hamburg T 428 284 000, www.hamburg.de/coronavirus/. Webseite des Robert Koch-Institut: www. rki.de/DE/ Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Leitung
Dr. Henning Schweer, Leitung Unternehmenskommunikation

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