16. Januar 2021
Hamburg

Perspektiven für Talente

HGHB und Handball Sport Verein Hamburg vereinbaren Kooperation

Koordinator

„Spielpraxis auf höchstmöglichem Niveau ist enorm wichtig für die Entwicklung junger Spieler“, sagt Stefan Schröder, Jugendkoordinator und U19-Trainer beim HSVH Foto: HSVH

HAMBURG Der Austausch ist schon seit einigen Monaten enger denn je. So kamen mit Pelle Fick und Jan Kleineidam gleich zwei Perspektivspieler des Zweitligisten HSVH dank eines Doppelspielrechts in der dritten Liga bei der HG Hamburg-Barmbek zum Einsatz. Nun wird die lose Zusammenarbeit der Vereine endgültig zu einer umfassenden Kooperation ausgebaut.

Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchsspieler zielgerichtet zu fördern. Mit Unterzeichnung des Kooperationsvertrags ist der Weg geebnet, junge Spieler nach Beendigung der sportlichen Ausbildung in der Jugend-Akademie des Handball Sport Vereins sportlich weiterzuentwickeln und ihnen über Einsatzzeiten in der dritten Liga der Männer Spielpraxis auf hohem Niveau zu bieten.

Für Ex-Profi Stefan Schröder, Jugendkoordinator und U19-Trainer beim HSVH, ist die Vereinbarung ein wichtiger Schritt, um den Handball-Standort zu stärken. „Wir brauchen solche Strukturen, wenn wir hochtalentierte Spieler in Hamburg halten wollen“, betont der frühere Rechtsaußen, als Spieler unter anderem deutscher Meister, Champions-League-Sieger und Weltmeister. So haben Talente laut Schröder auch nach ihrer letzten Jugend-Saison eine attraktive Perspektive, selbst wenn sie nicht gleich den Sprung in HSVH-Profi-Kader schaffen. „Spielpraxis auf höchstmöglichem Niveau ist enorm wichtig für die Entwicklung junger Spieler“, betont Schröder.

Pause bis Ende Januar

Auch die HG Hamburg-Barmbek ist von der Kooperation begeistert. Der Kader werde stärker und die Barmbeker könnten ihr Ziel erreichen, sich langfristig in der dritten Liga zu etablieren, erklärt Trainer Tobias Skerka. Die Kooperation helfe zudem dabei, junge Nachwuchskräfte an den Bundesliga-Handball heranzuführen. „Gleichzeitig profitieren wir von gut ausgebildeten Spielern, die unsere vorhandene Qualität weiter steigern“, sagt Skerka. Wann die Kooperation im Spielbetrieb umgesetzt wird, hängt von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie ab. Die dritte Liga pausiert mindestens bis zum 31. Januar.

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