11. September 2021
Hamburg

Nacht der Kirchen wird zum Kulturfest

Weltoffenes Motto „Komm, wie du bist!"

Sängerin

Künstlerin Miu präsentiert bei der Nacht der Kirchen Sounds vergangener Tage in modernem Gewand (21 Uhr, St. Gertrud, Immenhof 10, Uhlenhorst) Foto: E. Zaucke

HAMBURG Die Kirchen öffnen am Sonnabend, 18. September ihre Türen so weit es geht: Die Nacht der Kirchen soll in diesem Jahr ein großes Kulturfest werden und Begegnungen mit Menschen ganz unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund ermöglichen.

Das Motto lautet „Komm, wie du bist“. Du bist bei uns willkommen, egal, wer du bist und wie du bist, ohne Vorbehalte und Anforderungen. Damit in Corona-Zeiten auch viele Besucher digital vorbeischauen können, gibt es zahlreiche hybride Veranstaltungen, die live gestreamt werden, dazu Videoclips und digitale Events. Geplant ist ein bunter Programm-Mix aus Literatur, Musik und Gesprächen mit Singer-Songwriter-, Schlager-, Blues,- Rock-, Gitarrenmusik und Klassik.

Mit dabei sind die Künstlerinnen Miu, Sarajane und Tokunbo sowie das Hamburger Gitarrenforum. Literaturfreunde folgen dem NDR Podcast eat.READ.sleep im Liveformat oder hören sich Poetry-Slams an, auch Stadtrundgänge und Barkassenfahrten können Besucher der Nacht der Kirchen unternehmen. Bei so viel Kultur ist es fast schon erstaunlich, dass manchmal auch der Lärm verstummt und Angeboten für ein gemeinsames Gebet oder eine Meditation Platz macht. Die Nacht der Kirchen endet in vielen Gotteshäusern mit dem gemeinsamen Abendgebet oder dem Segen zur Nacht.

Bis Mitternacht

Rund 70 Kirchen sind bei dem größten ökumenischen Fest des Nordens dabei, Veranstaltungen gibt es in der Zeit von 19 Uhr bis Mitternacht. Auf der Homepage können sich Besucher eine App als digitalen Führer herunterladen. Dort finden sie zum Beispiel einen Hinweis auf die Eröffnung in St. Petri um 19 Uhr, es kommen Bischöfin Kirsten Fehrs, Weihbischof Horst Eberlein (Römisch-Katholisches Erzbistum Hamburg), Propst Martin Vetter und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Der freut sich, dass trotz Corona die Nacht der Kirchen stattfinden kann, und begrüßt die Weltoffenheit: „Komm, wie du bist!“ Damit sind alle eingeladen und willkommen – unabhängig von Religion, Kultur oder Herkunft. Das ist eine starke Botschaft für unsere Stadt, in der Menschen aus rund 180 Nationen und aller großen Religionen friedlich zusammenleben und -arbeiten.“

Sonnabend, 18. September 19 Uhr bis Mitternacht, Infos unter https:
//ndkh.de/Programm nach Stadtteilen, App „Kirchennacht“ für unterwegs www.ndkh.de, Eintritt: frei

Programmauswahl
FUHLSBÜTTEL
Auferstehungskirche (Freikirchlich), Rübenkamp 310 St. Marien, Maienweg 270
LANGENHORN
St.-Jürgen-Kirche, Eichenkamp 12, ab 18.30 Uhr mit dem St.-Jürgen-Posaunenchor, Klassischem mit „The Quadran Consort“ sowie einer Lesung
EPPENDORF
St. Anschar, Tarpenbekstraße 107, ab 19 Uhr Schlagerkirche mit den Millstrings, Ines Marie Jaeger und Matthias Ecke
HARVESTEHUDE
St. Andreas, Bogenstraße 28, ab 18 Uhr Orgel- und Klavierkonzerte, St. Elisabeth (katholisch), Oberstraße 67, ab 18 Uhr „Rote Erde & grünes Gold – Ein Argentinienabend“, einem deutsch-spanischen Gottesdienst sowie Musik und Poesie St. Johannis, Heimhuder Straße 92, ab 19 Uhr offenes Singen, Improvisationskonzert und Abendandacht mit Musik
BARMBEK
Auferstehungskirche, Tieloh 22, ab 18 Uhr Musik und Texte, Neuapostolische Kirche, Schwalbenplatz 2, ab 19 Uhr Orgelmusik und Gesang („Vokal­ensemble Vocoder“), Adventgemeinde, Haferkamp 14, ab 19 Uhr Lesung mit Klavierbegleitung

Alle Termine unter: www.ndkh.de

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