24. November 2022
Hamburg

„MINT braucht Vielfalt“

Landesschulrat kürt die Gewinnklassen des 6. Hamburger MINT-Tages

Schüler

Dr. Jennifer Plath, Vorstand MINTforum Hamburg und Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, mit Marie Hauck, Frida Bolte und Christoph Simeon Groß (v.li), Klasse 5/6: 6b des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Foto: MINTforum Hamburg, Claudia Höhne

HAMBURG Das Motto des 6. Hamburger MINT-Tages lautete: „MINT braucht Vielfalt“. Und Vielfalt hat beim Landeswettbewerb auch gewonnen.

Das betrifft zum einen die Einsendungen: Gefragt waren möglichst unterschiedliche Platonische Körper und Kombinationen, die sauber aus grünen und blauen Papierbögen hergestellt werden sollten. Das betrifft zum anderen die Stadtteile und Schulformen, aus denen die Preisträgerklassen kommen.

Junge Forscher

In Hamburgs Osten gewann bei den Allerkleinsten die Klasse 2c der Grundschule Edwin-Scharff-Ring im Stadtteil Steilshoop und bei den Internationalen Vorbereitungsklassen für Jugendliche aus dem Ausland, die zum ersten Mal eine Schule in Hamburg besuchen, die IVK1 des Hansa-Gymnasiums Bergedorf.

Im Norden überzeugte das Albert-Schweitzer-Gymnasium mit der Klasse 6b, im Süden die Klasse 11 des phorms Campus Hamburg, ein Privatgymnasium in Hammerbrook. Im Westen konnten sowohl die 3a der Grund- und Stadtteilschule Eppendorf, die 8b der Stadtteilschule Bahrenfeld als auch die 10c des Gymnasium Othmarschen punkten.

„Wenn euch der Wettbewerb Freude bereitet hat, wäre vielleicht später ein MINT-Beruf etwas für euch“, so der Appell von Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, bevor er die vom Schulsenator eigens unterschriebenen Urkunden überreichte.

Stellvertretend für ihre Gewinnerklassen waren die jungen Preisträger und Preisträgerinnen ins Schülerforschungszentrum SFZ bei der Uni Hamburg gekommen und stellvertretend für eine Branche, die dringend Nachwuchs sucht, fuhr der Landesschulrat fort: „Krankheiten bekämpfen, ins Weltall fliegen und das Universum erforschen, energiesparende Fahrzeuge und Geräte weiterentwickeln, das geht alles mit MINT und auch mit euch.“ Das Kürzel MINT steht für die Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Um Chemie ging es insbesondere bei dem kleinen Experiment, dem sich der Landesschulrat zum Abschluss der Veranstaltung stellte: Wasser, gefärbt per Lebensmittelfarbe, mit Essig, einem Spritzer Spülmittel und Backpulver vermischen – sprudelnd entlud der Vulkan seine rote Flüssigkeit. Natürlich wäre es kein Schülerforschungszentrum, wenn nicht auch die passende Formel zum Experiment an die Wand geworfen und eine Erklärung abgegeben wurde: Das Natron aus dem Backpulver reagiert mit der Säure aus dem Essig zu Natriumacetat und Kohlenstoffdioxid – ein Gas, das sich ausbreitet und durch das hinzugegebene Spülmittel schäumend entweicht. Mit den hundert Euro, die in den nächsten Tagen an jede Gewinnerklassenkasse überwiesen werden, sollte dagegen nicht experimentiert werden. „Vor Weihnachten könnt ihr das Geld noch sinnvoll verbraten“, so Hannah Jacobmeyer, Projektleiterin des MINTforum Hamburg, das den Aktionstag seit zehn Jahren im Zwei-Jahresrhythmus in ganz Hamburg organisiert.

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