12. Januar 2023
Hamburg

Mehrweg-Boxen sind jetzt Pflicht

Neue Regeln gegen Verpackungsmüll

Verpackung

Die Gastronomie muss nun auch Mehrwegverpackungen anbieten Foto: Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft

HAMBURG Kaum hat der Lieferdienst das Essen gebracht, landet die Transportbox aus Plastik im Müll. Das soll sich ändern. Seit Beginn des Jahres gilt die Pflicht, auch Mehrweg-Boxen bereitzuhalten.

Die Regel gilt bundesweit für Restaurants, Cafés, Eiscafés, Bistros, Imbisse oder Mensen, die fertige Speisen zum Mitnehmen anbieten. In Wandsbek gibt es nun ein Info-Angebot für Gastronomie-Anbieter. Welche umweltfreundlichen Lösungen es gibt, wird am 18. Januar in der Haspa-Filiale Schloßstraße 4 am Wandsbeker Markt gezeigt. Gemeinsam mit der Umweltbehörde informiert das Bezirksamt Wandsbek bereits seit dem vergangenen Frühjahr Gastronomie, Handel sowie Verbraucherinnen und Verbraucher über das Thema.

„Die Mehrweg-angebotspflicht ist ein wichtiger Schritt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Plastik und zur notwendigen Reduktion des Plastikmülls“, sagt Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Es ist uns ein Anliegen, alle Betroffenen für dieses Thema weiter zu sensibilisieren, zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten.“ Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Einfach Mehrweg – Essen in Mehrweg für Hamburg“ gibt es ein interaktives Infoprogramm, verschiedene Mehrweg-Poolsysteme werden vorgestellt.

Vernetzung möglich

Es geht auch um Hygienefragen und die Möglichkeit, sich mit anderen Interessierten aus dem Bezirk zu vernetzen. Die Teilnahme ist kostenlos. Neben der Gastronomie sind auch Bürgerinnen und Bürger willkommen. Verbraucherinnen und Verbraucher können die Gastronomie beim Kauf ihrer Mitnehm-Mahlzeiten ab sofort aktiv auf Mehrwegverpackungen ansprechen oder ihre eigenen Behältnisse mitbringen. Es gibt bereits zahlreiche etablierte Mehrwegsystem-Anbieter. Das Geschirr kann jeweils bei den teilnehmenden Lokalen wieder abgegeben werden. Übrigens dürfen die Speisen und Getränke nicht teurer sein als beim Kauf in Einweg-Verpackungen.

Weitere Infos unter www.hamburg.de/einfachmehrweg

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