24. April 2021
Hamburg

„Krönung der jahrelangen Arbeit“

Lukas Ossenkopp will mit dem Handball Sport Verein in die Bundesliga

Ball

Lukas Ossenkopp ist Kapitän des Handball Sport Vereins Hamburg Foto: HSVH

HAMBURG Lukas Ossenkopp ist Kapitän und Identifikationsfigur in einem. Der 28-Jährige hat großen Anteil daran, dass sich der Handball Sport Verein Hamburg (HSVH) vom Drittligaclub zum Bundesliga-Aufstiegsaspiranten entwickelt hat. Der Sprung in die Erstklassigkeit ist aus seiner Sicht aber kein Selbstläufer.

„Der Aufstieg wäre die Krönung der jahrelangen Arbeit – für den Verein und für mich persönlich“, sagt Ossenkopp. Der HSVH ist für den Rückraumspieler und Abwehrspezialisten längst viel mehr als ein Arbeitgeber. „Ich bin durch und durch Hamburger und habe mir früher viele Bundesliga- und Europokalspiele des HSV angeschaut“, berichtet der 28-Jährige. Als begeisterter Handballer wäre es für ihn die Erfüllung eines Traums, nun selbst in der Ersten Liga zu spielen.

Ossenkopp wechselte 2016 vom HF Springe zum Handball Sport Verein Hamburg (HSVH), der damals noch in der 3. Liga spielte. Als Führungsspieler und Leistungsträger ging er von Anfang an voran. Seine Identifikation mit dem Verein zeigt sich auch daran, dass er seit dem Herbst 2018 Co-Trainer der HSVH-A-Jugend ist, die in der A-Jugend-Bundesliga antritt. Mit dem Aufstieg in die Erste Liga hätte der verheiratete Vater einer Tochter mit seiner Schwester Meret gleichgezogen. Die spielt in der Handball-Bundesliga für den Buxtehuder SV.

Aufschwung

„Wir haben offenbar die Konstanz entwickelt, die uns in den ersten Zweitligajahren gefehlt hat“, sagt der Kapitän über den Aufschwung des Handball Sport Vereins. Zudem spiele der Kader größtenteils schon seit mehreren Jahren zusammen und es herrsche deshalb vorne und hinten ein fast blindes Verständnis. Trotz der hervorragenden Ausgangsposition dürfe die Mannschaft aber nicht nachlassen, betont Ossenkopp.

In der 2. Liga gebe es keine einfachen Spiele und jeder Erfolg müsse hart erarbeitet werden. Das Team habe in den vergangenen Spielen festgestellt, wie schnell es in eine andere Richtung gehen könne. Und um nach einem eventuellen Aufstieg in der Ersten Liga zu bestehen, sei ohnehin eine gewaltige Steigerung erforderlich.

Egal, ob in der Ersten oder Zweiten Liga – der Kapitän bleibt auf alle Fälle an Bord. Wie lange seine Karriere noch andauern wird, weiß er aber nicht. Ossenkopp ist allerdings auf die Zeit nach der sportlichen Laufbahn vorbereitet.

Er hat Deutsch und Politik auf Lehramt studiert und sieht seine langfristige Zukunft als Lehrer am Gymnasium. „Aktuell bringt es mir aber immer noch riesigen Spaß, Handball zu spielen und auch den Trainerbereich finde ich interessant“, so der 28-Jährige.

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