7. Juli 2022
Hamburg

Kleine Schritte weiter nach oben

HSVH-Trainer Torsten Jansen wünscht sich mehr Konstanz

Handball

Der Handball Sport Verein Hamburg stellt die medizinische Versorgung neu auf. Trainer Torsten Jansen (l.) und Torhüter Johannes „Jogi“ Bitter (r.) stellten den neuen Mannschaftsarzt Professor Dr. Michael Hoffmann vor Foto: HSVH

HAMBURG Der Klassenerhalt des Handball Sport Vereins Hamburg (HSVH) stand schon fünf Spieltage vor dem Saisonende fest. Für einen Aufsteiger eine erstaunliche Leistung. Trainer Torsten Jansen warnt jedoch für die Zukunft vor überzogenen Erwartungen.

Mit so einem entspannten Saisonfinale hatte der HSVH nicht gerechnet. Der Klassenerhalt wurde bereits weit vor dem letzten Spieltag gesichert. Nach einen deutlichen 32:24-Sieg gegen TuS N-Lübbecke stand fest, dass der Aufsteiger auch im kommenden Jahr in der Bundesliga spielen wird. Innerhalb weniger Jahre ging es von der vierten in die erste Liga und auch dort hielten sich die Hamburger im ersten Jahr von der Abstiegsregion fern.

Jansen betont allerdings, dass es künftig nicht mehr mit Siebenmeilenstiefeln nach oben geht. „Uns muss bewusst sein, dass es von nun an nur noch in kleinen Schritten aufwärts gehen kann und uns ein ganz schwerer Weg bevorsteht“, sagt der Erfolgstrainer. Auch in Zukunft sollte niemand den Klassenerhalt als selbstverständlich erachten. Es gebe schließlich viele Mannschaften, die schon seit Jahren weiter nach oben wollen, es aber bisher nicht geschafft haben.

Wichtig ist aus Jansens Sicht, dass das Team sein Niveau über einen möglichst langen Zeitraum konstant abruft. Speziell das Spiel in Flensburg habe gezeigt, dass diese Qualität fehlt. „Dort haben wir 45 Minuten ordentlich gespielt, machen dann aber zu viele leichte Fehler und kommen am Ende unter die Räder“, sagt der Coach. Diese Schwächephasen müssten so kurz wie möglich gehalten werden. Das sei eine Frage der Erfahrung, die viele junge Spieler noch gar nicht haben könnten.

Insgesamt ist Jansen zufrieden mit dem, was seine Mannschaft in ihrem ersten Bundesligajahr abgerufen hat. „Wenn mir jemand vor der Saison angeboten hätte, dass der Klassenerhalt so früh feststeht, hätte ich sofort angenommen“, sagt der 45-Jährige.

Nicht nur sportlich, auch hinter den Kulissen, ist der HSVH nach seiner Auffassung gut aufgestellt. Den Verein zeichne aus, dass man an dem Weg, den man einschlagen wollte, mit der nötigen Geduld festgehalten hat. „Ich hoffe, dass die Basis für die kommenden Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte geschaffen wurde“, so der Trainer. Fortschritte drücken sich aber nicht nur in der Tabelle oder in der Erhöhung des Etats aus. Die Hamburger Asklepios Kliniken und der HSVH starten ab der kommenden Saison in eine Kooperation.

Für mindestens drei Spielzeiten steht Asklepios dem HSVH als Medical-Partner zur Seite und wird als Premium-Partner Teil des HSVH-Netzwerks. Die erste Anlaufstelle für die HSVH-Profis wird bei Verletzungen und Problemen künftig die Asklepios Klinik St. Georg an der Lohmühlenstraße sein. Dort begeben sich die Spieler in die Hände von Professor Dr. Michael Hoffmann, dem Chefarzt für Orthopädie, Sportorthopädie und Unfallchirurgie bei Asklepios. Hoffmann wird künftig offizieller und verantwortlicher Mannschaftsarzt des HSVH sein.

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