12. Mai 2022
Hamburg

Initiative will die Grünflächen erhalten

Volksbegehren gegen „Flächenfraß“ angemeldet

Rathaus

Nachdem die Volksinitiative scheiterte, folgte die Anmeldung des Volksbegehrens am 8. Mai im Rathaus  Foto: privat

HAMBURG Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Stadt hat die Volksinitiative „Rettet Hamburgs Grün – Klimaschutz jetzt!“ zum 8. Mai ein Volksbegehren im Hamburger Rathaus angemeldet. Die Initiative will alle Hamburger Grünflächen von über einem Hektar künftig erhalten.

Ihre Versiegelung soll im Interesse von Klima- und Naturschutz verhindert werden. Ein stadtweites grünes Netzwerk von sechs Initiativen unterstützt die Aktion.

Damit das Volksbegehren zustande kommt, müssen binnen drei Wochen vom 5. bis zum 25. September 80.000 Unterschriften von Hamburgern vorliegen, die dafür votieren.

Michael Heering, der Sprecher des Volksbegehrens sowie der Ini „Rettet das Diekmoor!“ ist zuversichtlich: „Das schaffen wir. Ende September kommen wir mit 80.000 Unterschriften wieder ins Rathaus.“ Zuvor konnte die Volksinitiative im März ihre Forderungen im Hamburger Stadtentwicklungsausschuss vorstellen. Der Tenor: „Die Versiegelung durch Bebauung schreitet rasant voran. Das Klima der Stadt leidet bereits jetzt. Starkregen wird durch massive Versiegelung zu Überschwemmungen führen. Kein günstiger Wohnraum wird dadurch entstehen.“

Der Protest gegen den Wohnungsbau im Diekmoor war ebenso Thema wie die Vorgeschichte der sechs unterstützenden Initiativen, der Flächenverbrauch in der Stadt und zunehmende Gefährdungen im Klimawandel.

Joachim Lau präsentierte Ziele und Gründe der Volksinitiative. Dagegen hätte Staatsrat Michael Pollmann für die Umweltbehörde in einem langen Vortrag lediglich ausgeführt, alles laufe „Tippitoppi mit der Natur in Hamburg“. Auch weitere Gespräche führten zu keiner Einigung.

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