1. Dezember 2022
Hamburg

Für das Klima „Clever kombiniert“

Vereinigung Flächennutzung und Energiegewinnung

Klima

Erdsonden für die Wärmeversorgung auf dem Schulhof der Berufsschule Göhlbachtal  Foto: Dr. Maja Berghausen

HAMBURG Die Deutsche Bevölkerung wächst stetig. Flächenressourcen werden geringer. Der sorgsame Umgang mit den privaten und städtischen Flächen ist der Stadt Hamburg trotz der Ansprüche an Flächennutzungen sehr wichtig.

Zum Schutz des Klimas möchte sich Hamburg weiterhin als blau-grüne Metropole zukunftsfähig entwickeln. Das alles stellt die nachhaltige Stadtentwicklung vor wichtige Aufgaben wie die Umsetzung der Energie-/Wärmewende, des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel, der optimierten Nutzung knapper Flächenressourcen. Clever kombiniert liefert Beispiele und Ideen und zeigt Fördermöglichkeiten für die Umsetzung auf. „Flächennutzungen sollen überlagert werden“, sagt Projektleiterin Dr. Maja Berghausen. So können Gründächer mit Fotovoltaik gleichzeitig Standorte zur Energiegewinnung, und auch Lebens-/Aufenthaltsraum und nicht nur oberster Abschluss eines Hauses sein.

So funktioniert das Projekt: Im Rahmen von Bebauungsplanverfahren werden Ideen zur Kombination von Energiegewinnung und sorgsamer Umgang mit Flächen in den Prozess eingebracht. Dr. Maja Berghausen erklärt wo das Projekt aktuell unter anderem angewendet wird. „ Erdsonden wurden für die Wärmeversorgung auf dem Schulhof der Berufsschule Göhlbachtal installiert. Mit Hilfe dieser Sonden wird Erdwärme aus dem Untergrund in ein System eingeleitet, mit dem die Schule beheizt wird“.

Beratung und Förderung

Das Projekt „Clever kombiniert: Klimaschutz und Klimaanpassung –Flächensynergien am Gebäude und im Quartier“ wurde durch das Bundesumweltministerium f (BMU) im Rahmen des Förderprogramms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ im Förderschwerpunkt 3 „Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen“ vo August 2018 bis Juli 2021 gefördert und durch den Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG) begleitet. Die Förderphase von clever kombiniert ist abgeschlossen. Es ist daher die Aufgabe der Verwaltung, Erkenntnisse und Ideen in laufende Prozesse einzubringen.

Und wie profitieren die Hamburger Bürger von diesem Projekt? „Bürger, Planer und Bauherren erhalten Umsetzungsideen und Hinweise, welche Fördermöglichkeiten und Hilfestellungen es für die Umsetzung gibt. Jeder kann Projektideen entwickeln und im Privaten umsetzen oder auch im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zu Planungen der Stadt einbringen“, sagt Dr. Maja Berghausen. Es gibt Beratung bei der KfW zur Förderung, zu Fachfragen und zur weiteren Umsetzung.

Auch das ZEWU (Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik) berät, www.hamburg.de/clever-kombiniert

Wein
Module zur Energiegewinnung aus Sonneneinstrahlung Foto: Isadora Tast

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