6. Oktober 2021
Hamburg

Förderung für Rollstuhlbasketball

HSV und Behinderten-Sportverband gründen Nachwuchsleistungszentrum

Symbolfoto: gettyimages

Symbolfoto: gettyimages

HAMBURG Der HSV gründet in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg (BRSH) mit dem Nachwuchsleistungszentrum Rollstuhlbasketball eine lokal ausgerichtete Förderinstanz für junge und talentierte Rollstuhlbasketballer aus der Region. Stützpunkt ist die barrierefreie Dreifeld-Sporthalle der Stadtteilschule Horn, die Mitte Juni 2019 fertiggestellt wurde.

„Mit dem Nachwuchsleistungszentrum konnte auch dank der Projektförderung durch die Stadt Hamburg die Lücke geschlossen werden, die nach Beendigung des Paralympischen Trainingsstützpunktes Rollstuhlbasketball am Standort Hamburg entstanden ist“, sagt Thomas Fromm, Vorsitzender des BRSH. Durch das Nachwuchsleistungszentrum soll sichergestellt werden, dass der Rollstuhlbasketball auch in Zukunft eines der Aushängeschilder des inklusiven Sports in der Metropolregion bleibt.

Leistungsorientiert

So gehören die BG Baskets, die Teil des HSV sind, schon seit Langem zu den besten deutschen Mannschaften. Bereits seit 2008 bietet der Traditionsverein Rollstuhlsport an. Daraus entwickelte sich im Bereich Rollstuhlbasketball ein leistungsorientierter Spielbetrieb, und seit der Saison 2013/14 spielt eine gemischte Mannschaft mit Männern und Frauen unter dem Teamnamen BG Baskets Hamburg für den HSV in der Bundesliga.

Mit Mareike Miller, Maya Lindholm, und Anne Patzwald glänzten vor Kurzem drei Basketsspielerinnen bei den Paralympics in Tokio. Mareike Miller wurde zudem eine besondere Ehre zuteil. Sie trug bei der Eröffnungsfeier die deutsche Flagge.

Zukunft für Talente

Das Nachwuchsleistungszentrum soll nun dafür sorgen, dass auch in Zukunft Talente die optimalen Voraussetzungen vorfinden, um sich zu Spitzensportlern zu entwickeln. Das Zentrum wird Nachwuchs-Rollstuhlbasketballer gezielt für den lokalen Behindertensportverband und die Hamburger Vereine fördern, um vermehrt gut ausgebildete Athleten an den Hamburger Landeskader und den Ligabetrieb heranzuführen. Perspektivisch sollen so die deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften sowie die Bundesligen gestärkt werden. Als Landestrainer wird Bernd Eickemeyer fungieren, der zuvor Trainer des Paralympischen Trainingsstützpunkts Rollstuhlbasketball in Hamburg war.

Die Finanzierung von Aufbau und laufendem Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums wird durch Projektmittel der Stadt Hamburg, Zuwendungen des Hamburger Sportbundes (HSB) sowie durch Eigenmittel beider Kooperationspartner sichergestellt.

Mareike Miller ist eines der Aushängeschilder des Rollstuhlbasketballs in Hamburg. Die Nationalspiele- rin durfte bei der Eröffnung der Paralympics in Tokio die deutsche Flagge tragen Foto: Zimmermann
Mareike Miller ist eines der Aushängeschilder des Rollstuhlbasketballs in Hamburg. Die Nationalspiele-
rin durfte bei der Eröffnung der Paralympics in Tokio die deutsche Flagge tragen Foto: Zimmermann

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