17. Juli 2021
Hamburg

Duo ist schnellste Trainingsgruppe

Hamburger Sprinter Lucas Ansah-Peprah und Owen Ansah bei Olympia dabei

Lucas Ansah-Peprah will mit der 4x100-Meter-Staffel den Endlauf bei Olympia erreichen Foto: Lars Zimmermann

HAMBURG Im Rekordtempo Richtung Spitze. Mit Lucas Ansah-Peprah und Owen Ansah gehören gleich zwei Athleten des HSV bei den Olympischen Spielen in Tokio der deutschen 4×100-Meter-Staffel an. Das Hamburger Duo bildet damit die schnellste Trainingsgruppe Deutschlands und sorgt zudem für eine Premiere.

Erstmals wurden zwei Hamburger Sprinter für das größte Sportereignis der Welt nominiert, das am 23. Juli beginnt. Insgesamt reisen 31 Sportler aus dem Team Hamburg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen.

„Wir fahren nach Tokio, um dort gut zu performen“, sagt Ansah-Peprah. Das klingt cool und abgebrüht. Ganz so groß ist die Gelassenheit dann aber doch nicht. Olympia sei schon ein besonderer Wettkampf und die Aufregung nach der Nominierung daher groß gewesen, räumt der HSV-Sprinter ein. Anfang 2020 nannte Ansah-Peprah noch Paris 2024 als sein großes Ziel. Nun erfüllt sich der olympische Traum wesentlich früher als gedacht.

Das Hamburger Duo hat in den vergangenen Monaten eine atemberaubende Entwicklung hingelegt. Der 21-jährige Ansah-Peprah wurde vor Kurzem deutscher Vizemeister über 100 Meter, der 20-jährige Owen Ansah holte den Titel über 200 Meter.

Erster Meilenstein

„Wir wollen einfach schnell laufen und alles geben“, sagt Ansah zu den Zielen des Duos in Tokio. Ihr Trainer Sebastian Bayer, früher als Weitspringer selbst bei Olympia dabei, wird da schon präziser. Ziel der Staffel sei ein Platz im Endlauf und wenn möglich in die Nähe des deutschen Rekordes zu laufen. Der liegt aktuell bei 38,02 Sekunden.

Ansah-Peprah und Ansah ist bewusst, dass sie Olympische Spiele im Ausnahmezustand erleben. Aufgrund der Corona-Pandemie werde man sich außerhalb der Wettkämpfe im Prinzip nur im olympischen Dorf aufhalten. Auch Kontakt zu anderen Athleten sei nur eingeschränkt möglich. Dazu werden die Sportler auch erst kurz vor ihren Wettkämpfen anreisen. Für Ansah und Peprah bedeutet das, dass sie beispielsweise die Eröffnungsfeier verpassen werden. Sie haben zudem auch noch die Chance, Spiele zu erleben, die nicht von der Pandemie beeinflusst werden. Das olympische Abenteuer soll nämlich kein einmaliges Erlebnis bleiben. Bei den Spielen in Paris 2024 und vielleicht sogar in Los Angeles 2028 wollen beide ebenfalls dabei sein.

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