24. Juli 2021
Hamburg

Die Zeit der Einsamkeit ist vorbei

Kirchengemeinden feiern wieder Präsenzgottesdienste

Auch die evangelische Kirchengemeinde in Farmsen hat wieder geöffnet und erwartet Besucher Foto: Grell

HAMBURG Die Zeit des Lockdowns war lang und die Isolation vieler Menschen eine große Belastung, die zu extremer Einsamkeit geführt hat. Jetzt sind bereits viele Menschen, vor allem ältere, geimpft und das öffentliche Leben konnte wieder etwas gelockert werden.

In den Kirchengemeinden finden wieder Gottesdienste und auch in anderen Einrichtungen, wie Jugendclubs, Nachbarschaftstreffs und Stadtteilbüros sind Zusammenkünfte mit einer reduzierten Anzahl an Personen möglich. Pastorin Antje William von der Versöhnungskirche in Eilbek spricht schon fast von „Normalität im Kirchenalltag“. Weiterhin gelten allerdings die Abstandsregeln und die Besucher müssen den Gottesdienst über die Masken tragen.

„Wir haben aber auch im Lockdown nie ganz zu gemacht.“ Während der Corona-Zeit hatte die Versöhnungskirche durchgehend geöffnet und es kamen „viele vorbei um Kraft zu schöpfen“, erinnert Antje William. Wie zu Weihnachten und Ostern ist die Pastorin aber auch weiterhin mit dem Bollerwagen im Stadtteil unterwegs und hat den Krabbelgottesdienst einfach in den Garten verlegt. „So kommen vielleicht auch Zaungäste hinzu. Wenn man sich auf nichts mehr verlassen kann, ist die Kirche der Stabilitätsanker.“

Neben der Kirchengemeinde in Eilbek bieten jetzt auch die meisten anderen Kirchen, wie die Evangelische Gemeinde im Bramfelder Weg in Farmsen und die Stephanskirche in Wandsbek-Gartenstadt wieder Präsenzgottesdienste an. „Wir sind froh, wieder in unserer schönen Kirche sitzen zu dürfen“, betont eine Besucherin aus Farmsen. Am 28. August ist Hamburger Familientag und da sollen Eltern mit ihren Kindern in den Stadtteilen unterwegs sein und die Institutionen kennenlernen.

Auch interessant