22. Mai 2021
Hamburg

Auf Aufstiegskurs und heimatlos

Handball Sport Verein ist auf Hallensuche

Handball

„Um vernünftig am Spielbetrieb der Ersten oder Zweiten Handball-Bundesliga teilzunehmen, ist eine geeignete Spielstätte alternativlos“, sagt HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke Foto: HSVH

HAMBURG Sportlich läuft beim Handball Sport Verein Hamburg (HSVH) alles rund. Allerdings sind die Handballer derzeit heimatlos, weil ihnen die Sporthalle Hamburg nicht zur Verfügung steht.

Die „q. beyond-Arena“ neben Barclaycard Arena und Volksparkstadion ist nur die HSVH-Trainingshalle. Für den Rest der Saison muss sie aber auch für die Punktspiele herhalten. Der Grund: Die Sporthalle Hamburg an der Krochmannstraße, eigentlich die Heimspielstätte der Handballer, ist von der Stadt wegen der Mängel an der Dachkon­struktion erst einmal gesperrt worden – voraussichtlich bis Herbst 2022. Ein Dachschaden, der dem Handball Sport Verein schwer im Magen liegt.

In Corona-Zeiten ist die kleine „q. beyond-Arena“ nicht optimal, um Spieler und Offizielle von zwei Teams unterzubringen. Da derzeit sowieso kein Publikum zugelassen ist, fallen zumindest die fehlenden Zuschauerränge nicht ins Gewicht. Der HSVH hofft aber, dass in der kommenden Saison wieder Fans zuschauen dürfen, und kalkuliert auch mit Ticketeinnahmen.

Eine Kapazität von 4000 Zuschauern wäre für den Verein ideal. Nicht nur im Falle eines möglichen Erstliga-Aufstiegs ist eine passende Spielstätte zwingend erforderlich. „Um vernünftig am Spielbetrieb der Ersten oder Zweiten Handball-Bundesliga teilzunehmen, ist eine geeignete Spielstätte alternativlos“, betont HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke.

Die Stadt Hamburg hat dem Verein Unterstützung zugesagt. Die Innenbehörde, die in Hamburg auch für den Sport zuständig ist, will bei der Suche nach einer geeigneten Ersatzspielstätte helfen. Der HSVH wird nun Gespräche mit möglichen Partnern führen, um möglichst schnell eine realistische Alternative zu erarbeiten. „Es wird viel Kreativität und Pragmatismus gefordert sein, um so kurzfristig ein gutes und funktionierendes Konzept zu erarbeiten, das in wenigen Wochen alle Hürden nehmen kann“, erklärt der Geschäftsführer.

Die Hallen-Auswahl ist begrenzt. Die Barclaycard Arena dürfte zu teuer sein, und alle anderen Sporthallen sind zu klein. Von der Sperrung ist nicht nur der HSVH betroffen. Vor Corona klagten etliche Vereine über fehlende Hallenzeiten. Sollte die Pandemie im Winter überwunden sein, muss für viele Mannschaften aus unterschiedlichen Sportarten eine andere Trainingsstätte gefunden werden.

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