1. Juli 2020
Hamburg

Abgespeckte Cyclassics-Variante

Radsportereignis läuft am 3. Oktober anders als gewohnt ab

Radfahren

Die Hamburg Cyclassics ziehen schon seit mehr als zwei Jahrzehnten Radsportfans an Foto: GettyImages

HAMBURG Radsportfans kommen wohl doch noch auf ihre Kosten. Die Hamburg-Cyclassics für Profis und Jedermänner sollen am 3. Oktober stattfinden. Der ursprünglich angedachte Termin am 16. August war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht zu halten. Ärger gibt es allerdings, weil die für den August angemeldeten Hobbyradler ihre Anmeldegebühren nicht erstattet bekommen sollen, wenn sie am neuen Termin nicht starten wollen.

Ausgerechnet das Jubiläum stand auf der Kippe. Wie so viele andere Veranstaltungen schienen auch die EuroEyes-Cyclassics dieses Jahr aufgrund der Corona-Krise auszufallen. Nun steigt die 25. Auflage des Radsport-Spektakels voraussichtlich doch noch in diesem Jahr. Am 3. Oktober fahren Profis und Jedermänner durch Hamburg und Schleswig-Holstein. Der 3. Oktober kollidiert allerdings mit dem Auftakt des Giro d‘Italia und dem Radsport-Klassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich. „Nichtsdestotrotz sind wir frohen Mutes, ein starkes Profi-Feld an den Start bringen zu können“, sagt Frederick Deimel von der Ironman Germany GmbH, dem Veranstalter der Cyclassics.

Die Jedermänner starten über 60, 100 und 160 Kilometer. Alle bisher angemeldeten Teilnehmer werden automatisch auf den neuen Termin umgebucht. Wer am 3. Oktober nicht starten kann oder will, hat die Möglichkeit, die Anmeldung kostenfrei auf die nächste Cyclassics-Auflage am 22. August 2021 zu übertragen oder bis eine Woche vor dem Starttermin einen kostenlosen Teilnehmertausch vorzunehmen. Eine Rückzahlung der Anmeldegebühren ist dagegen offenbar nicht vorgesehen, was nicht bei jedem gut ankommt. „Wir bieten unseren Athleten mehrere Optionen an“, heißt es in einem Statement des Veranstalters zu diesem Thema unter anderem. Die einzelnen Optionen werden erläutert, auf das Thema Teilnahmegebühren wird dagegen nicht eingegangen.

Wer an den Start geht, muss sich damit abfinden, dass das Rennen anders als in den vergangenen Jahren aussehen wird. „Sicherlich werden die diesjährigen EuroEyes-Cyclassics eine abgespeckte Version sein“, betont Deimel. Wie genau die entsprechenden Einschränkungen für die Sportler aussehen werden, steht derzeit nicht fest, da noch an dem Hygienekonzept gearbeitet wird. Klar dürfte aber schon jetzt sein, dass es die gewohnte Volksfestatmosphäre entlang der Strecke und im Start- und Zielbereich an der Mönckebergstraße nicht geben wird, da der Veranstalter alle für den Ablauf nicht notwendigen Menschenansammlungen vermeiden will.

Ungewiss ist allerdings, wie sich das vor Kurzem ausgesprochene Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober auswirkt und ob auch der Termin am 3. Oktober schlimmstenfalls gestrichen werden muss. Die Ironman Germany GmbH wartet nun darauf, dass die Stadt Hamburg die genaue Definition und Auslegung der Regeln bekannt gibt. Ob danach auch der neue Termin auf der Kippe steht, wird sich zeigen.

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