13. Februar 2021
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Gefahr durch hohe Bordsteine?

Gefährlich vor allem für Kinder ist das Überqueren der Wendlohstraße Foto: kh

Neben den Anwohnern setzen sich auch die Regionalpolitiker für ein sicheres Queren der Wendlohstraße auf Höhe Herzog-Bruno-Weg / Hadermanns Weg ein (das Wochenblatt berichtete). Der Antrag für die Einrichtung eines Zebrastreifens von Grünen und CDU, dem sich jetzt auch die SPD angeschlossen hat, wurde um einige Punkte erweitert und im Regionalausschuss beschlossen.

Gemäß des aktualisierten Antrags wird nun zusätzlich geprüft, ob und inwieweit die Einmündung Hadermanns Weg so gestaltet werden kann, dass Autofahrer bei Abbiegevorgängen in Richtung Tibarg mehr auf querende Rad- und Fußgänger achten müssen. Außerdem sollen bei einer Bestandsaufnahme von Fahrbahn und Gehwegen insbesondere die hohen Bordsteine als potenzielle Stolpergefahr in Augenschein genommen werden.

Ein weiterer Aspekt, der jetzt geprüft wird, ist die Entwicklung der Verkehrssituation seit den letzten Messungen im Jahr 2019. Mögliche Verkehrsverlagerungen, zum Beispiel durch die Dauerbaustellen in der Paul-Sorge-Straße und Friedrich-Ebert-Straße, können so aufgezeigt werden. Im Falle einer erneuten Zählung der Querenden fordern die drei Fraktionen, nicht nur die Personen auf Höhe Herzog-Bruno-Weg zu berücksichtigen, sondern auch jene im weiteren Verlauf der Wendlohstraße.

Parallel zur Politik machen sich auch die Anwohner für eine Querungshilfe stark. Immer mehr Menschen beteiligen sich an der Online-Petition (Kurzlink: https://t1p.de/h1ia), die ein Anwohner vor einigen Wochen gestartet hat. Stand 10. Februar sind bereits knapp 350 Unterschriften eingegangen.

Das Thema ist nicht neu: Erst 2019 wurde ein ähnlicher Antrag abgelehnt, da aus polizeilicher Sicht keine Gefährdungslage vorlag. Ob die neuerlichen Forderungen „erfolgreicher“ sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. kh

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