4. November 2020
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Die Laubschlacht hat begonnen

Stadtreinigung Im Einsatz gegen fallende Blätter

Müllmänner

Insbesondere mit Elekto-Blasgeräten rückt die Stadtreinigung wie hier in der Bundesstraße den Laubmassen des Herbstes zu Leibe Fotos: Hanke

HAMBURG Auf Hamburgs Gehwegen herrscht wieder erhöhte Rutschgefahr. Nasses Laub ist Schuld. Um diese Gefahrenquellen auf den Gehwegen mit einer Gesamtlänge von rund 3.220 Kilometern und auf den Fahrbahnen in Hamburg, zusammen rund 7.800 Kilometer, zu beseitigen, sind derzeit etwa 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung im Einsatz.

Sie kehren, pusten, saugen und blasen die bis zu 20.000 Tonnen Laub, die in Hamburg im Herbst anfallen, mit einer ganzen Reihe von dafür konzipierten Geräten und Fahrzeugen, aber auch ganz schlicht und handlich mit großen Besen. Rund 400.000 Tonnen Standard-Mülltonnen lassen sich damit füllen. Aneinandergereiht reichen sie von Hamburg bis Osnabrück (gut 230 Kilometer). Rund 230 Elektro-Blasgeräte, 95 spezielle Blasgeräte für nasses und schweres Laub, 93 Klein-Lkw, acht Sauggeräte als Anhänger, zwölf Spezial-Container mit Saugrüssel, 38 große Kehrmaschinen mit Saugrüssel, vier mittelgroße Kehrmaschine und 40 Gehwegkehrmaschinen sind in Hamburg im Einsatz. Das gesammelte Laub wird aufbereitet und kompostiert.

Kompostieren im Garten

Kompostieren ist auch für Gartenbesitzer und reinigungspflichtige Anlieger die beste, weil umweltfreundliche Möglichkeit, Laub zu entsorgen. Laubhaufen dienen außerdem Igeln als Winterquartiere. Laub passt natürlich auch in die grüne, 80 Liter fassende Biotonne, die für 1,64 Euro im Monat vierzehntägig geleert wird. Bis zu ein Kubikmeter Laub nehmen die Recyclinghöfe. Dort bekommt man für ein Euro pro Stück auch die 100 Liter fassenden Laubsäcke, wie auch bei Drogeriemärkten, die an festen Abholterminen mitgenommen werden, die sich von Stadtteil zu Stadtteil voneinander unterscheiden.
Reinigungspflichtige Anwohner sollten Laub allerdings nicht am Fahrbahnrand oder im Rinnstein platzieren. Das sind Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Verwarngeld von mindestens 30 und einem Bußgeld von mindestens 60 Euro geahndet werden können. Schwarze, blaue und gelbe mit Laub gefüllte Säcke nimmt die Stadtreinigung nicht mit. Ihre Ablagerung haben Verwarngelder von mindestens 40 und Bußgelder von mindesten 60 Euro zur Folge.

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