8. Mai 2021
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Amsel, Drossel, Fink sind da?

NABU ruft zur „Stunde der Gartenvögel“ auf

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Auf dem Meldebogen wird die Zahl der beobachteten Vögel eingetragen Foto: Nabu/Sebastian Hennings

HAMBURG Vom 13. bis 16. Mai werden bei der „Stunde der Gartenvögel“ deutschlandweit wieder Vögel gezählt. Für junge Vogelfans bietet die Naturschutzjunged (Naju) die „Schulstunde der Gartenvögel“ an. Welche und wie viele Vögel durch unsere Gärten und Parks flattern, wird das Himmelfahrts-Wochenende vom 13. bis 16. Mai zeigen: Der Naturschutzbund (Nabu) ruft gemeinsam mit der Naju zur 17. „Stunde der Gartenvögel“ auf.

„Die Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Zuwächse an Teilnehmenden. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal deutlich verstärkt. Immer mehr Menschen haben offenbar Interesse an der Natur vor der eigenen Haustür“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender des Nabu Hamburg: „Allein 2020 hat sich die Teilnehmendenzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.“ Mehr als 161.000 Menschen hatten 2020 mitgemacht und aus rund 107.000 Gärten über 3,2 Millionen Vögel gemeldet. In Hamburg hatten 2941 Teilnehmer/-innen Vögel gezählt. Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Gute Einblicke

Die große Datenmenge aus den Zählungen ergibt ein genaues Bild von Zu- und Abnahmen in der Vogelwelt unserer Gärten und Parks. Im vergangenen Jahr konnte ein plötzlicher Bestandseinbruch der Blaumeise um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden. Hauptursache dafür war eine in Deutschland neue Bakterieninfektion, die im März und April zu einem Massensterben der beliebten Gartenvögel geführt hatte. In Hamburg waren die Verluste nicht allzu groß, hier hatte es die Blaumeise auf Platz 3 der häufigsten Gartenvögel geschafft. Platz 1 und 2 belegten im Jahr 2020 Kohlmeise und Amsel.

Die Chancen stehen gut, bei der Zählung den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres, das Rotkehlchen, zu sehen: „Fast jeder Garten hat seinen eigenen Jahresvogel“, so der Landesvorsitzende. „Im langjährigen Mittel wird das Rotkehlchen innerhalb einer Stunde in fast jedem zweiten Garten entdeckt. Die Art steht damit auf Rang sieben der zuverlässigsten Gartenvögel.“ Größere Gruppen wird man allerdings nicht finden. Siegert: „Die Vögel sind sehr territorial und dulden außer ihrem Partner keine weiteren Artgenossen im Revier.“ Daher liegt das Rotkehlchen nur auf Rang 13, wenn es um die häufigsten Gartenvögel geht. Bisher sind ihre Bestände in den Gärten seit Beginn der Aktion im Jahr 2005 stabil.

So funktioniert’s

‰ Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet­ werden konnte.
‰ Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Telefon – kostenlose Rufnummer am 15. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-115 7 115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen Nabu-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.nabu.de/vogelwelt Meldeschluss ist der 24. Mai
‰ Wer zuvor noch etwas üben möchte, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Porträts der 40 häufigsten Gartenvögel (www.nabu.de/gartenvoegel), einen Vogeltrainer (https://vogeltrainer.nabu.de) und Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten
‰ Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit denen vergangener Jahre verglichen werden
‰ Für kleine Vogelexperten hat die Naju die „Schulstunde der Gartenvögel“ (17. bis 21. Mai) ins Leben gerufen (www.naju.de/sdg). (wb)

Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

Vögel
Die Heckenbraunelle huscht leise über den Boden wie eine Maus (links). Das Rotkehlchen ist Deutschlands beliebtester Singvogel  Foto: Nabu/Kathy Büscher, Frank Derer

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