13. November 2021
Allgemein

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer

RAHLSTEDT Wo ist das Radfahren sicherer: auf einem klassischen Radweg oder auf einer Spur auf der Straße? Und: Wo fühlen sich die Radfahrer sicherer? Darüber wird auch in Rahlstedt seit Jahren diskutiert.

Auch bei der Planung von Straßensanierungen spielt das Thema eine wichtige Rolle, so wie im ersten Abschnitt der Rahlstedter Straße. Zwischen Amtsstraße und der Aral-Tankstelle gibt es nun beide Arten von Radweg. Und vor der Kreuzung Rahlstedter Straße und Rahlstedter Bahnhofsstraße wurde ein Radfahrstreifen in Mittellage gebaut. Immer wieder beschwerten sich Bürgerinnen und Bürger: Zwar kann man dort schnell und direkt über die Kreuzung kommen, dafür aber ist man links und rechts von Autos, Lkw und Bussen „umrahmt“. Und: Rechts abbiegende Autofahrer müssen über den Streifen fahren und dabei besonders auf Radfahrer achten.

Deshalb beschloss der Regionalausschuss Rahlstedt, den Mittelstreifen rot einzufärben – wie dies auch laut „Radentscheid Hamburg“ im vergangenen Jahr für die ganze Stadt vereinbart wurde. Nun ist der Antrag bereits umgesetzt worden. Eine entsprechende Rotfärbung gibt es jetzt außerdem an der Kreuzung Scharbeutzer Straße und Bargteheider Straße. „Wir freuen uns, dass der Vorschlag so schnell vom Bezirksamt umgesetzt wurde“, sagt Katja Rosenbohm von den Rahl­stedter Grünen. „Man kann die Unsicherheit vieler Radfahrer auf dem Mittelstreifen nachvollziehen.

Jetzt ist es optisch gut gelöst und fällt ins Auge“, ergänzt Michael Ludwig von der Rahlstedter SPD. Das Rot sei ein Appell zur Rücksichtnahme, vor allem an die Autofahrer. Mittlerweile würden solche Radfahrstreifen in Mittellage gar nicht mehr geplant, so Rosenbohm und Ludwig. Auch dies sei Teil des „Radentscheids“. Die Standards würden sich eben ständig weiterentwickeln. Zuletzt hatte es auf einem Mittelstreifen in Barmbek-Nord einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Lastwagen hatte an der Habichtstraße einen Radfahrer beim Abbiegen überrollt.

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