21. Januar 2023
Allgemein

Investor plant 228 Mietwohnungen

Auf Kalksandsteinwerk-Gelände wird gebaut

Die schraffierte Fläche zeigt, wo der Wilhelm-Holert-Wohnpark entstehen soll. Südlich davon: der erste Abschnitt der Hafencity Foto: Frank Hasse/HA Infografik

GEESTHACHT Bis 1998 produzierten Wilhelm Holert und dessen Nachfahren an der Steinstraße Kalksandsteine. Nach dem Ende der Fabrik wurden die Gebäude nach und nach abgerissen. Seit Jahren liegt das Gelände brach. Nachdem es zuletzt 2015 einen nicht weiter verfolgten Vorstoß zur Bebauung gab, wollen die Nachkommen des Firmengründers nun ernst machen. Auf dem Grundstück sollen 228 Mietwohnungen entstehen.

Der Ausschuss für Stadtplanung jedenfalls hat nach einer zweiten Vorstellungsrunde des Projekts einstimmig für einen Aufstellungsbeschluss für den „Wilhelm-Holert-Wohnpark“ gestimmt – damit kann Baurecht geschaffen werden. In den ursprünglichen Plänen war unter anderem die Größe der sechs Punkthäuser auf dem Areal bemängelt und Kritik an etwa 100 oberirdischen Parkplätzen laut geworden.

Nun hat die ElbCity Projekte GmbH & Co KG nachgebessert. Anstatt 20 mal 20 Meter haben die Häuser mit fünf Voll- und einem Staffelgeschoss nun Außenmaße von 23 mal 17 Metern. Innen sind 138 Wohnungen mit einer Größe von 57 bis deutlich über 100 Quadratmetern vorgesehen. Ein zusätzlicher, an der Steinstraße liegender Gebäuderiegel, der Straßenlärm vom Areal fernhalten soll, wurde in der Mitte um einen gläsernen Durchgang ergänzt. In dem Riegel mit rund 90 Wohneinheiten sollen die für derartige Bauprojekte in Geesthacht vorgeschriebenen 25 Prozent an Sozialwohnungen unterkommen. Auch betreutes Wohnen ist vorgesehen.

Neuer Fuß- und Radweg

Zwischen dem Riegel und der Straße ist nun nur noch eine Reihe anstatt zwei Reihen Parkplätze. Neu ist ein Fuß- und Radweg hinzugekommen, den es auf dieser Straßenseite noch nicht gibt und der die neuen Bewohner bis zur Fußgängerampel an der Hafenbrücke leitet.

Mit den VHH laufen Verhandlungen, die ehemalige Gleisfläche, die im Westen von Nord nach Süd durch das Areal führt, zu übernehmen. Zwischen den Häusern führt ein öffentliches Wegesystem von der Dünen- bis zur Steinstraße. „Schön wäre es natürlich, wenn dieser Weg an der Steinstraße an einer Ampel enden würde“, sagte Makler Knut Boockhoff, der das Projekt im Ausschuss vorstellte. „Wir haben jetzt auch die angrenzende städtische Fläche (derzeit ein unbefestigter Parkplatz, die Red.) in den Geltungsbereich des B-Plans mit aufgenommen“, ergänzte Boockhoff. Auf diese Weise soll gemeinsam mit der Stadt eine Parkpalette errichtet werden. Die Frage ist aber, wie viele Parkplätze für den Wohnpark sind.

„Die vorgeschriebenen Parkplätze sollten überwiegend auf der Investorenfläche entstehen“, mahnte die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister. Die Ratsversammlung hat unlängst eine Stellplatzsatzung für Geesthacht beschlossen, an die auch Boockhoff gebunden ist. Demnach sind 0,3 Stellplätze bei betreutem Wohnen, 0,7 bei Sozialwohnungen, 1,0 Plätze bei einer Wohnungsgröße bis 75 Quadratmeter sowie 1,5 Plätze bei größeren Wohnungen vorgeschrieben.

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