16. September 2021
Allgemein

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“

Kammerkonzert und Lesung in Gedenkstätte mit Schauspieler Roman Knižka

Das Ensemble Opus 45 spielt Werke jüdischer Komponisten wie Mendelssohn-Bartholdy oder Ligeti Foto: PR

Das Ensemble Opus 45 spielt Werke jüdischer Komponisten wie Mendelssohn-Bartholdy oder Ligeti Foto: PR

NEUENGAMME 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – aus diesem Anlass lädt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme am Sonntag, 19. September, 11 bis 13 Uhr, zu einem Kammerkonzert und einer Lesung mit Roman Knižka und dem Bläserquintett Opus 45 ein.
„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko, das im Jahr 1943 veröffentlicht wurde. Die jüdische Dichterin, die vor den Nationalsozialisten in die USA floh, thematisierte ihr Heimweh nach Deutschland. Das Zitat gibt einer literarischen Kammermusikveranstaltung ihren Namen, die das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zum Anlass nimmt, einen Ausschnitt der überaus reichen und vielfältigen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte darzustellen.
Der Schauspieler Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache, darunter Moses Mendelssohn, Rahel Levin Varnhagen, Heinrich Heine und Mascha Kaléko. Neben den literarischen Werken werden autobiografische Texte von deutschen Jüdinnen und Juden aus dem 19. und 20. Jahrhundert vorgelesen. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland, berichten aber auch von Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung.
Den musikalischen Teil der Veranstaltung bilden Werke jüdischer Komponisten. Das Bläserquintett Ensemble Opus 45 spielt Werke unter anderem von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert und György Ligeti.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist notwendig: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender

Veranstaltungsort sind die ehemaligen Walther-Werke in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75

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