15. Januar 2022
Allgemein

Grünes Licht für das neue Tierhaus

Investition von knapp drei Millionen Euro. 140 Tiere können umziehen

Optik

Geführt von Hans-Jürgen Staadn (v.l.) freunden sich Lars Pochnicht, Dennis Paustian-Döscher und Regina Jäck mit Tierhaus-Bewohnern an Foto: tel

STEILSHOOP Das beliebte Tierhaus Steilshoop bekommt seinen Neubau in den Räumen der ehemaligen Produktionsschule im Fritz-Flinte-Ring 41 finanziert. Die noch fehlenden 250.000 Euro bewilligte die Hamburgische Bürgerschaft jetzt auf Antrag der Koalition.

Die drei Bürgerschaftsabgeordneten des Wahlkreises 12, Regina Jäck, Lars Pochnicht (beide SPD) und Dennis Paustian-Döscher (Grüne), die ein ordentliches Scherflein zur Sicherung der Finanzierung aus dem Sanierungsfond beigetragen haben, wollten es sich nicht nehmen lassen, die Botschaft Tierhaus-Leiterin Elke Jacobsen-Rivas persönlich zu überbringen. Dazu pfiff ein gut gelaunter Papagei namens „Madonna“ zur Begrüßung Takte aus Mozarts Zauberflöte.

Das gesamte Projekt umfasst das Tierhaus, einen Natur-Spielplatz, eine „Tier-Kita“ (135 Plätze), einen Unverpackt-Laden sowie eine gewerbliche Ausbildungsstätte und wird auf rund 2,96 Millionen Euro veranschlagt, davon 1,87 Millionen Euro Kredit sowie rund 90.000 Euro Eigenmittel der gemeinnützigen Alraune gGmbH. Diese hat das Konzept für „Bullerbü in Steilshoop“ entwickelt und wird auch Betreiber der Anlage sein.

„Dieses tolle Projekt verbessert die soziale Infrastruktur erheblich und wertet den Stadtteil auf“, meinte Regina Jäck (SPD). „Für uns war wichtig, dass die Institution Tierhaus erhalten bleibt“, erklärte Grünen-Haushälter Dennis Paustian-Döscher. Bereits seit Bestehen des Tierhauses ist die Einrichtung mit ihren derzeit rund 140 Tieren, darunter viele Vogelarten, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten, Mäuse und Fische, sehr beliebt: „Wir haben hier oft Besuch ganzer Schulklassen und Kitas“, berichtete Hans-Jürgen Staadn (58), der im Tierhaus (15 Mitarbeiter/-innen) für Führungen zuständig ist. „Zu uns kommen Menschen und Gruppen aus ganz Hamburg“, ergänzt seine Chefin Elke Jacobsen-Rivas und freut sich schon auf den Umzug: „Und dann ist endlich Schluss mit Dixi-Toiletten und anderen Provisorien.“

„Der neu entstehende Hof mit dem um Hühner und Shettys erweiterten Tierhaus in Verbindung mit den anderen sozialen Angeboten macht unseren Stadtteil attraktiver. Es ist auch toll, dass hier Bürgerschaft, Bezirksamt und die zuständigen Fachbehörden an einem Strang ziehen“, erklärt Alraune-Geschäftsführerin Petra Lafferentz und hofft, dass die Bauarbeiten noch im Februar starten.

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