1. April 2020
Allgemein

Büdl hilft trotz „Knuddel-Entzugs“

FaTi-Kunden dürfen nach Steilshoop kommen

FARMSEN Der Büdl Steilshoop übernimmt Kunden des Farmsener Tisches („FaTi“). Wie berichtet, hatte die Farmsener Einrichtung zur Lebensmittelausgabe für Geringverdiener (Träger ist die Evangelische Kirchengemeinde) im Zuge der Corona-Beschränkungen vorerst ihren Dienst eingestellt. FaTi-Leiterin Brigitte Friedrich: „Wir werden sicherlich erst wieder öffnen, wenn die Kontaktverbote gelockert sind.“ Zum Glück springt der Büdl am Fritz-Flinte-Ring 22a ein. Leiterin Angela Bulut: „Wir haben noch freie Kapazitäten und richten jetzt neben dem üblichen Ausgabetag mittwochs von 16 bis 19 Uhr einen weiteren montags von 14 bis 18 Uhr ein.“

Freut sich auf Kunden aus Farmsen: Büdl-Vorstand
Angela Bulut Foto: tel

Der Steilshooper Büdl e.V. arbeitet mit der Hamburger Tafel zusammen und ist wie der Farm-sener Tisch ehrenamtlich organisiert. Von Vorteil sind die größeren Räumlichkeiten in Steilshoop. „Deshalb muss niemand Angst haben, sich bei der Lebens-mittel-Ausgabe anzustecken. Wir haben alles sorgfältig organisiert und auch mit dem Stadtteilpolizisten abgesprochen. Wir setzen vermehrt jüngere Helfer ein. Es dürfen nur noch fünf Kunden gleichzeitig im Laden sein und nur eine Person pro Familie.

Kinder müssen jetzt leider draußen bleiben“, berichtet Angela Bulut. FaTi-Kunden dürfen erst mal „zur Probe“ nach Steilshoop kommen und können sich später beim Büdl anmelden. Ist also alles bestens? Nein, sagt Angela Bulut, „hier leiden alle unter Knuddel-Entzug.“ Das wird leider auch noch eine Weile so bleiben.

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